Samstag, 17. November 2012

L'Instagrandma, c'est moi!

Heute war ich tatsächlich kurz versucht ein Foto im Supermarkt zu schießen.
Der moderne Blogger an sich macht das gewiss öfter, das Ablichten von Dingen und Umständen des tägl. Daseins, schnell geknipst und ab damit zu Twitter, Instagam & Co..
Obwohl ich Instagram nutze (semi-modern), bin ich kein Spontanknipser (oldfashioned).
Es geht mir irgendwie nicht so leicht von der Hand, dass ich die Welt mit dem Kleinzeug des Lebens erfreue.
Und ich rede von Kleinzeug, denn nichts anderes ist der neue Frischkäse mit "Kebab"-Geschmack.

Ja. Wat 'ne Bombe. Sogar als "Creation des Jahres".
Ich war beeindruckt.
Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich einst "Flammkuchen"-Geschmack gekauft, gemümmelt und für "okay" befunden habe, weil ich da eine sinnige Brücke bauen konnte - Flammkuchen ~ Schmand ~ Frischkäse. ;)

Ein Regal höher stand das Pendant eines anderen Herstellers mit "Erdbeer"-Geschmack.
Fehlt im Grunde nur noch "Leberwurst-Nougat" oder "Pizza Toffifee".

Als ich diesen Erguss herstellerischer Fantasie sah, wollte ich ihn für Instagram festhalten, aber ich hielt kurz inne ... "Interessiert das jemanden? Muss das sein?"

STIMMT, so darf man in der Zeit von Twitter&Konsorten nicht denken. Alles muss raus!
Oma, wie sie ihre Dritten ausbaut und danach zahnlos in die Kamera lacht? Her damit.
Onkel Heinz beim freien Fall von der Leiter und wie er selbigen mit dem linken Schneidezahn abbremst? Gekauft.
Ich, wie ich den Starfucks-Becher mit dem maßlos überteuerten Braunwasser in der Hand halte? STRIKE!

Ich gucke ja auch gern. So isses nicht. Und ich bin auch kein oller Meckerkopp. Wirklich nicht.
Es ist der virtuelle Blick durch das erleuchtete Fenster in einer dunklen Straße, das da so heimlig einen kurzen Einblick in ein fremdes Leben gewährt.
Aber ich muss ja dennoch nicht alles zeigen oder sehen (wollen), finde ich.
Deswegen blieb Freund Kebab ungeknipst im Kühlregal.. :)


Mittwoch, 14. November 2012

Über Pakete, lange Finger und menschliche Empathie

Heute keine Post für mich.
Also keine Sorge, ich nerve euch nun nicht mit Unmengen an Paketen, die mir "zur Ansicht" von netten Unternehmen zugesandt wurden. (Als ob ich die je bekommen würde.. :P)

Vielmehr fiel mir gerade eine alte Geschichte wieder ein, als ich eben zum Briefkasten ging und mein Blick auf einen draußen VOR der Tür abgelegten Pappumschlag fiel, den der Postbote dem Anschein nicht in den Briefkasten bekam.

Die "schlechtere Hälfte" schickte vor wenigen Jahren einen ganzen Schwung Dias zu einem Digitalisierungs-Service. Es waren uralte Dias, gemacht von seinem Vater, die selbiger nun gern in digitaler Form auf seinem PC besitzen wollte.
Eine Menge Erinnerungen hingen an den Aufnahmen - es waren mehrere hundert, um mal eine Anzahl zu nennen.

Die Dias wurden verschickt, bearbeitet und kamen einige Zeit später zurück. Eigentlich.
Nur leider war die "schlechtere Ihrwisstschonwer" über ein paar Tage verreist - er war bei mir, da wir damals noch nicht zusammen wohnten.
Der Karton wurde, wie wir später vom Paketfahrer erfuhren, schlichtweg im Hausflur abgestellt und dann anscheinend von irgendwem entwendet. Dass die Unterschrift auf der Empfangsbescheinigung dafür ebenfalls gefälscht wurde, das ist nur ein Nebenschauplatz.

Das Paket stand dort und irgendwann war es weg.

Was mich an der Geschichte am meisten bestürzt ist die Tatsache, dass derjenige, der beim Öffnen des Kartons den Inhalt sah, nicht einfach den Arsch in der Hose hatte und den Karton in einem unbeaufsichtigten Moment zurückgestellt hat. Hier wuseln eine Menge Leute im Haus rum, Besucher, Anwohner, Kunden von zwei hier ansässigen Firmen; ich denke, da kommt keiner nur einmal ins Haus und die Option des Zurückstellens wäre gegeben.
Der Inhalt war komplett nutzlos für ihn, aber für einen anderen umso wertvoller.
Bei z.B. einer amazon-Bestellung würde man sich ärgern, aber dann neue Ware bestellen. Doch diese Dias sind nicht nachbestellbar und das Gefühl, dass irgendjemand nach Durchsicht den Karton in den Müll warf und scheinbar nicht eine Minute daran dachte, dass das, was er wegwerfen wird für andere unwiederbringliche Dinge sind, das ist hart und lässt mich auch an menschlicher Empathie und dem schlichten Mitdenken zweifeln. Dass man keine fremden Kartons mitnimmt, davon mal ganz ab..

Aber das ist kein Anti-Post gegen sämtliche Postzusteller jeglicher Couleur. Ich freue mich immer, wenn ich positive Post bekomme und wenn ich bedenke, welche Wege Briefe und Pakete zurücklegen, welche Logistik dahinter steckt, dann ist das schon beeindruckend (wenn man bedenkt, wie schnell eine Zustellung z.B. bei DHL geschehen kann).
Es ist ein harter Job, viel Zeitdruck und wenig Geld, aber nichtsdestotrotz war diese "Paketabgabe" keine saubere Nummer.

P.S.: Die digitalisierten Aufnahmen waren Gott sei Dank beim Service im System vorhanden und konnten zugestellt werden. Aber die Originale sind halt weg, wenngleich es immer noch die jpg-Dateien gibt.


Dienstag, 16. Oktober 2012

MYK wie Mykonos..

Jedes Mal, wenn ich ein Auto mit dem Kfz-Zeichen MYK sehe, denke ich an die griechische Insel. Und natürlich kommt der Wagen nicht aus Mykonos und sicher war der Fahrer noch nicht mal dort, aber so eine Region in Rheinland-Pfalz ist bestimmt auch ganz nett.

Und jedes Mal, wenn ich das markerschütternde Kläffen des Nachbarhundes höre, möchte ich selbigen an einen Gyrosspieß tackern. Für meine Freunde. Für meine guten Freunde.

Ich mag Hunde - groß, klein, kurz- oder langbeinig, schwarz, weiß, dicklich oder windhundisch. Aber die bekloppten, die mag ich nicht. Und Nachbars Fiffi (erinnert an einen Malteser, nur in s/w und nicht so langhaarig) ist so einer, wie ich vorhin wieder feststellen durfte und dabei kann er im Grunde nichts dafür.

Wir wollen zum Auto und betreten die Tiefgarage unseres Wohnhauses.
Kaum durch die Sicherheitstür, höre ich Menschenstimmen von einem etwas entfernten Stellplatz - Nachbars laden ihr Auto leer.
Und nur Sekundenbruchteile später fetzt Fiffi um die Ecke, kläfft in einer ohrenbetäubenden (!!!) Lautstärke und hetzt an unsere Beine. Dass er nicht zubiss wundert mich im Nachhinein.
Die "schlechtere Hälfte" konnte ihn mit unserer leeren Einkaufstüte in die Flucht schlagen, dennoch schien Fiffi eher wenig beeindruckt, aber er verschwand.
Als wir im Auto sitzen, kommt Frau Nachbarin mit Fiffi auf dem Arm und gefolgt von Herrn Nachbarn zur Sicherheitstür und alle drei verlassen die Garage.

Was lernen wir?
Der Hund pöbelt halb- und extrem lautstark Menschen an. Angst? Nö, warum auch? Er ist der Boss. Meint er. Außerdem muss er Frauchen beschützen. Denkt er.
Traurigerweise erntet er für sein Verhalten nicht etwa eine passende Erziehung, nein, er darf bei Frauchen auf den Arm. d.h. er bekommt eine Belohnung.
Wenn mein Name Martin Rütter wäre, dann könnte ich mich zu einem Kommentar hinreißen lassen, aber .... ja, ich bin es nicht und außer einem "Was mischen Sie sich eigentlich ein? Haben SIE einen Hund?  etc." wird da gewiss nicht viel kommen - Menschen mögen es nicht, wenn man sich berechtigterweise in z.B. ihre Erziehung einmischt, das offenbart das eigene Unvermögen.

Argh, die arme Töle wäre sicher ein töfter Hund, wenn man/frau ihn seiner Rasse entsprechend erzöge - wie einen Hund und nicht wie ein Kuscheltier.


Freitag, 5. Oktober 2012

Miss Adele und Mr. Bond..

Heute Nacht um 01:07Uhr CET (0:07Uhr in England) wurde der neue James-Bond-Song "Skyfall" (gesungen von Adele) veröffentlicht und bei iTunes zum Kauf bereitgestellt.

Dazu wurde eine Webseite online gestellt, die einen Countdown beinhaltete -



Als die Zahlen, wie oben zu sehen, verheißungsvoll auf 0 tickten, bot sich danach folgendes Bild -



It's not a bug, it's a feature?!
Aber nach einiger Zeit des Wartens, konnte man sich das Video dann doch in Deutschland bzw. über einen deutschen Internetanschluss ansehen.
Bond'isch ist er, der Song. Eine Reminiszenz an die gute, alte Zeit.

Wer mal reinschauen möchte, kann das u.a. HIER machen!



Dienstag, 2. Oktober 2012

Do the shuffle!

..der iPod shuffle und ich waren lange Jahre keine Freude. Aber ich muss ein wenig ausholen, damit die Sache runder wird.

Ich war anno 2006 oder 2007 der irrigen Annahme, dass ich einen mp3-Player bräuchte. Unbedingt.
Weder jogge ich noch fahre ich stundenlang Rad/S-Bahn/Zug, somit war eine musikalische Ablenkung bei derartigen Umständen nicht von Nöten. Für das abendliche Hörbuch-Hören fand ich einen Player jedoch sehr interessant und ich fand ihn letztendlich auf ebay; einen 512MB großen (huihuihui) iPod. Einen shuffle der ersten Generation. (Für alle, die damals noch mit der Trommel um den Weihnachtsbaum getigert sind, habe ich ihn verlinkt.)

Warum ein iPod?
Ich fand ihn pur, intuitiv, schön und trotz meiner Skepsis der Marke Apple gegenüber, (Look&Feel der Produkte über manchen Zweifel erhaben, aber der goldene Käfig, den Apple seinen Kunden bereitet, ist so eine Sache für sich) konnte ich mich zum Kauf dieses Produkts hinreißen lassen. Zudem war der Preis okay, soweit ich mich erinnere.

Er kam bei mir an und funktionierte.
Doch nach einer gewissen Zeit wurde er von iTunes nicht mehr erkannt. Er tauchte zwar manchmal, jedoch nicht immer unter WindowsXP auf, aber das brachte wenig - auf den iPod übertragene Hörbücher waren nicht abspielbar, etc.. Alles ein großer Mist.
Ich versuchte vieles, z.B. Update der Firmware oder auch das Zurücksetzen des iPods, aber nichts half.
Irgendwann ging nichts mehr und nach etlichen Versuchen und Hilfesuche per Google, gab ich auf und der shuffle landete in der Schublade.
Im Grunde stand ich kurz davor ihn wegzuwerfen, denn was sollte man damit noch anfangen können?!

Er schlummerte bis vor wenigen Tagen in einem Karton im Keller.
Aus einer Laune heraus erinnerte ich mich an den shuffle, kramte ihn hervor und ab damit an das Netbook mit Windows7 und ...



Ja, da isser wieder und ich habe nicht den geringsten Schimmer, wieso.
iTunes erkennt ihn, er ist aufrufbar, der Akku (die Achillesferse, da man ihn nicht austauschen kann) lädt bzw. ist aufgeladen, kurzum, er funktioniert als wäre nie etwas gewesen.
Jetzt liegt er auf meinem Nachtisch und zum Einschlafen höre ich z.Zt. TKKG, weil ich in meiner Kindheit "Die drei ???" nie soooo doll fand; war eher was für Jungs, befand ich, sonst wären nun Oliver Rohrbeck & Co. in meinen Gehörgängen.

Was sagt mir all das?
Ist Gott ein Apple-Fan? Oder war es schlicht Kismet...?
Keine Ahnung.
Aber es funktioniert. :)


3,99€ für ein bisschen Seelenheil..



Die Jungs und Mädels von Ferrero haben sich mal wieder ein besonderes Glas ausgedacht, das "Fan-Glas" für alle Facebook-Fans und die, die nutella auch ohne Facebook lecker finden.
Ich gestehe, ich finde diese Nussnougatcreme ohne Facebook lecker.
Dabei fällt mir eine ehemalige Freundin ein, die nutella gern mit'm Löffel aß. Nun, das allein ist nix Besonderes, aber sie wurde manchmal mitten in der Nacht wach, stand auf, holte ein Glas samt Esslöffel ans Bett ... und konnte sich an das Gelage am nächsten Morgen so gar nicht mehr erinnern. Hat sie zumindest immer behauptet. ;)

Unnötiges Wissen
Witzigerweise schmeckt französisches nutella einen Tick anders - cremiger, anders süss, aber dabei weniger nussig, so mein Eindruck.
Auch ist die Creme etwas heller, was ich auf die veränderte Zusammensetzung zurückführe.


Was auch sehr, sehr fulminant schmeckt, ist die Schoko-Nuss-Cocos-Creme von alnatura.
Ein kleines Glas, dafür recht kostspielig (250g/2,95€), aber nicht so extrem nutella-süss, dafür kokosnussiger.
Der Tipp ist aber nicht auf meinem Gaumen gewachsen, sondern war ein lukullischer Hinweis von mono, einer Bloggerin mit Herz & Schnauze. :)



Mittwoch, 12. September 2012

DU kommst hier nicht rein!

Ich bin gerade bei der Durchsicht diverser Blogs meiner Bookmarks über ein Blog gestolpert, das mir nach dem Anklicken folgendes Bild bot-




Erste Gedanken; Habe ich mich vertippt? Irgendeinen Geheimknopf betätigt, der mich nicht mehr Mitlesen lässt? Oder wurde es schlicht vergessen, mich auf die Gästeliste zu setzen?
Das Blog war nämlich bis dato für die mehreren hundert Abonnenten (ich war keiner, sondern nur Bookmarker) frei lesbar.

Ja, kann man so machen. Frei nach dem Motto "Das ist mein Blog, da bestimme ich, wer ihn lesen darf."
Ist legitim, aber das Internet lebt von dem Austausch von Informationen und eine solche Sperre widerspricht diesem Gedanken, so mein Empfinden.

Zudem weiß ich nicht, ob eine solche Sperre sinnvoll ist - kann Google Informationen, die in einem "geschlossenen" Blog geschrieben werden, auswerten und in seinen Ergebnissen anzeigen?
JA, die Einträge des Blogs werden bei Google angezeigt.
Da ich mich noch an ein, zwei Post-Themen erinnern konnte, suchte ich mit Schlagworten nach den Themengebieten und fand auch das Blog - Eintritt verweigert, aber der Post ist im Cache einsehbar.

Das Ranking ist demnach nicht für'n A..., aber es bringt auch keine neuen Leser.
Ah, Moment, Denkfehler; das Ranking ist im Grunde egal, weil man allem Anschein nach gar nicht gefunden werden möchte, sondern die Leute einlädt, die man als Leser bevorzugt.
Auf das Google-Fußvolk kann man scheinbar verzichten.

Google-Sucher müssten bei Interesse am Blog persönlich bei der Bloggerin vorstellig werden, d.h. eine eMail schreiben und um Einlass bitten, .... aber wie realistisch ist es, dass sich jemand die Mühe macht und nicht einfach das kleine x,  das da oben rechts in der Ecke wartet, anklickt und weitersucht?

Irgendwie schizophren - einerseits die weltweite Plattform des Internets suchen, aber dann doch alles verbarrikadieren und nur geladene Gäste erbitten.
Aber möchte ich überhaupt Teil des Clubs sein?
Nö.

Sonntag, 2. September 2012

"Shades of Grey" - der Traum der kleinen Hausfrau

Ein Bestseller, ein riesiger Erfolg. Millionen Frauen wären ganz vernarrt in diese Zeilen, so schallt es dem unbelesenen Volk aus vielen Kanälen entgegen.
Und ja, ich bin so ungerecht und erlaube mir eine Meinung über das Buch, das ich nicht las; ein Buch über Sex bzw. die härtere Spielart - BDSM-Spiele zwischen ihm, Mr. Grey (daher der Name) und ihr, einer jungen, latent unsicher und naiv wirkenden Studentin, die ihm allem Anschein nach verfiel ist und sich auf diese, nein, seine Spiele einlässt.
"Ist das alles?!", kam mir beim Lesen diverser Kritiken, Zusammenfassungen und einer Leseprobe in den Sinn, da ich mich ob des Hypes tatsächlich für eine Millisekunde mit dem Gedanken beschäftigte, ob das Buch kaufens- und lesenswert für mich wäre.
Aber vielleicht ist es gerade das, was den Erfolg ausmacht - Sex, der keinem [Leser] wehtut und niemandem Angst macht, der hölzern und wenig lustmachend daherkommt. Wie ein Coitus interruptus - kaum angefangen, schon abrupt beendet.

Dass ein solches Buch immer noch für eine massive Auflage sorgt, finde ich interessant.
Erotische Literatur mannigfaltiger Stärke- und Qualitätsstufen gibt es mehr als Stoff an einem Tanga und da mittlerweile auch viele Frauen Freude an der eigenen Sexualität gefunden haben, sind erotische Bücher auf vielen Nachttischen zu finden.
Meine Mumu - meine Phantasien - mein Spaß!

Die Anzahl der selbstsicheren Frauen ist gewiss nicht rudimentär vorhanden und welche Frau hat anno 2012 immer noch nicht verstanden, dass sie sexuell längst nicht mehr unter einem Pantoffel steht? *rhetorisch gefragt* Ja, ich weiß, die Protagonistin wird nicht gezwungen, aber die Initiatorin des lüsternen Geschehens scheint sie ebenfalls nicht zu sein.


Wer liest also genau dieses Buch?
Frauen, die zwischen Kinderbekommen, Hausaufräumen und Tupperwarebestellen die Lust verlieren und sich in die erotischen Ideen einer englischen Mutter und Hausfrau flüchten? Stephenie Meyer, ick hör' dir trapsen.
Oder die, die hinter vorgehaltener Hand verschämt kichernd das Lesen solcher Bücher negieren (weil das Schweinkram ist), aber den zweiten Teil kaum erwarten können?

Mich kickt es nicht.
Selbst wenn ich 5, ach, was soll der Geiz, 10 Jahre jünger und die Klaviatur der schwitzenden Leiber perfekt beherrschen und auf alle, die mit rosa Handschellen um die Ecke kommen, süffisant herablächeln würde - "Sieh' an, so offen seid ihr also auch schon...", könnte es micht nicht tangieren.

Nein, es ist eher das Weibsbild, das vermittelt wird, ebenso der Plot des Buches und der Stil des Buches/der Autorin, die mir nicht zusagen.
Also kein kaufenswerter Arikel für Mutters Tochter.
Da trink' ich lieber eine Latte als mir eine solche anderweitig einzuverleiben..


Sonntag, 19. August 2012

Hot!

..gerade eben fotografiert.
Ohne direkte Sonne. Der Sensor der Wetterstation ist draußen am Fenster angebracht-

 

It is hot down here!

Freitag, 17. August 2012

Mutti hat 'nen neuen Toyboy..

..könnte die Überschrift für diesen Post lauten.
Recht catchy, finde ich, aber es stimmt.
Nun, irgendwie.

Ich habe mich lange gegen ein Smartphone gewährt - keine Tasten, die ich bevorzuge; immer dieses "Displaydrüberhuschen"; ein zusätzlicher Tarif; mein Handy ist vollkommen okay; ein Smartphone braucht kein Mensch wirklich.
Aber..




Ich wankelmütiges Gör. ;)
Und das Motorola Pro +  hat sogar all die Dinge, die ich -falls ein Smartphone ins Haus kommt- haben wollte.

1) Tasten.
Echt, fühlbar und mit einem (für manchen) strammen Druckpunkt ausgestattet

2) Scharfe Auflösung
Das Display hat zwar nur 3,1 Zoll, aber eine Auflösung von 640 x 480 Pixel, d.h. es kommt sehr knackig scharf daher.

3) Gummierte Rückseite
Ich hasse glatte Handyrückseiten. Hier ist die Rückseite gummiert und diese Gummierung ist im Wellendesign gehalten. Außerdem ist es recht "dick", d.h. es liegt sicherer in der Hand, finde ich.

4) Bumms unter der Haube
1 Gigahertz Prozesser, 512MB RAM, Langläufer-Akku, Android 2.3.6

5) Verarbeitung
Hier quietscht oder knarzt nichts. Die rückwärtige Abdeckung passt 1A, keine auffälligen Spaltmaße.

6) Preis
Die Notwendigkeit für ein 500€-und-mehr-Handy sehe ich nicht.
Das Motorola Pro + kostete weniger als ein Fünftel des Samsung S3.


~~~

Smartphones mit Tasten kamen nie wirklich in Schwung. Okay, die Modelle aus dem Hause Blackberry, stimmt, aber die eher im Businessbereich.
Auch dem Pro + war in Deutschland keine gute Zukunft beschienen - obwohl das Modell ca. Ende 2011 auf den Markt kam, ist es mittlerweile wieder von selbigem verschwunden. Schade.

Ich habe das Handy, sorry, Smartphone nun seit gut 10 Tagen in der Mache und bis jetzt kann ich nichts Negatives finden. Android macht Spaß, läuft flüssig und der Akku hält lange, d.h. eine Aufladung bei meiner Benutzung ist ungefähr alle 3 Tage nötig.

Doch!
Einen großen und einen kleineren störenden Umstand gibt es.
Die Kamera fabriziert einen unglaublich lauten und markerschütternden Auslöseton.
Ja, ich habe schon alles lautlos gestellt, aber er tönt dennoch.
Aber genau den kann man nicht abschalten!
Laut Motorola muss das so und nicht abstellbar sein. Eine wahre Unzumutbarkeit!
Und das mir, die für Qype gern ihr Essen auf den Tellern diverser Restaurants fotografiert. :(
Die kleinere Sache ist eher Android-spezifisch - kaum schließe ich per Task Killer nicht benötigte Apps, sind diese nach wenigen Minuten wieder aktiv. Vielleicht bin ich da eigen, aber ich mag's nicht und finde es nervend.

Den oben angesprochenen zusätzlichen Tarif, den ich für wenige Euro und über ebenso wenige MB abschloss, geht auch in Ordnung, da dank WLAN kaum Daten über meinen Mobilfunkanbieter zu Buche schlagen.

Fazit:
Alles tutti und wenn man ein Smartphone mit Tasten, einer sehr akzeptablen Hardware und einem einigermaßen großen Display mit guter Auflösung sucht, kann ich das Motorola Pro + empfehlen.
Ein ausgesprochener Styler ist es nicht - wer tausende Sleeves und Goodies à la iPhone sucht, der ist hier jedoch falsch.

Donnerstag, 26. Juli 2012

In the heat of the night

Es ist kurz nach 1 Uhr in der Nacht. Es ist warm und ich kann nicht schlafen.
Die Außentemperatur beträgt laut Wetter-Widget auf dem Netbook noch 19°C. Das ist jedoch nicht das Problem - das Problem ist die Innentemperatur.
Die Sonne schien heute mit so einer Kraft, dass sich das Haus so richtig aufheizen und Wärme speichern konnte, besonders hier, direkt unterm Dach.
Aber gehe ich recht in der Annahme, dass es euch gerade genauso geht? ;)
Hey, auf Pro7 läuft "How I met your mother", da kann man die Wärme ertragen.

Das Schöne an diese Nächten ist die Tatsache, dass die Menschen anders ticken - erst mit einsetzender Abkühlung wird die Nachbarschaft wieder lebendig. Fast schon südeuropäische Zustände.
Vor einer Stunde konnte ich Geschirr klappern hören; scheinbar wurde spät gegessen. Und von irgendwo her schallte Musik - Best of the 90s!

Erwähnte ich, dass ich Temperaturen ab ca. 25, 26 oder 27°C eher anstrengend als angenehm empfinde?
Manche werden ab 30°C erst so richtig munter; wie ein Motor, der erst ab diesem Wert richtig schnurrt. Einer Freundin geht's so. Ich konnte das nie nachfühlen. :/

Ein Goodie des Summers sind offene Fenster. Auch in der Nacht.
Ich erinnere mich, dass ich einst in meiner ersten Wohnung einem Paar bei der körperlichen Vereinigung der Leiber beiwohnen durfte, obwohl ich meinen Ohren zufolge etliche Meter entfernt war.
Es war amüsant - sie klang so, als würde man Micky Maus rhythmisch auf den Schwanz treten. (Da Mäuse Schwänze haben, nehme ich an, dass Mr. Micky auch einen hat..)
Betrüblicherweise für alle aktiven und passiven Teilneher war das Hörspiel rasch vorüber.


Das waren meine Gedanken zur Nacht. Quasi aus dem Handgelenk.
Sleep tight, world!



Mittwoch, 18. Juli 2012

Der Kalkman hilft endlich wieder!

Wie habe ich mich gefreut, als ich eben auf SPON las, dass ab Herbst neue Folgen von "Kalkofes Mattscheibe" auf TELE 5 ausgestrahlt werden.
Hier die offizielle Meldung des Senders.

Der Peiner Jung endlich wieder im Fernsehen und über das Fernsehen und dessen Furunkel erzählend, wie wunderbar!

Danke, Kalkman! ;)

[Kalkofe anno 2006 im Capitol/Hannover]


Samstag, 14. Juli 2012

Ich versteh' ihn einfach nicht..

Ich (Wohnzimmer / am PC): "Wie heißt der Typ, an den du das Paket schickst?"
Er (Büro / 8m weiter), durch die offene Tür: "Elmeier."
Ich: "Wie?"
Er: "Elmeier."
Ich: "Wie schreibt man das?"
Er: "A-E-L-M-E-I-E-R."
Ich *verwundert*: "Aha. Also, A, E, L, ... "
Er: "Ja, A, E, L."
Ich: "Google findet nix."
      
-Kurze Pause-

Ich: "A, E, L?"
Er: "Ja."
Ich: "Hmm..."

Ich stehe auf, gehe zur Tür, an der das bereits adressierte und frankierte Paket steht und lese den Adressaufkleber.

Ich: "Ach, HELMEIER."
Er: "Ja, sag' ich doch.."
Ich: "Klingt aber durch zwei Räume wie ein A, das H. Ist ja auch ein Laut."
Er: "Ist aber ein bekannter Name*!"

* in Männersprache: DAS WEIß MAN DOCH!


(Name von der Autorin geändert.)



Dienstag, 3. Juli 2012

7g / 25sec / 25ml [EspressoPost]

..das sind [vereinfacht] die drei wichtigsten Stützen für einen gelungenen Espresso, wenn man von frischen Bohnen, Temperatur und Wasserdruck einmal absieht.

Aber es sind mMn nur Stützen - unter Einhaltung dieser drei Faktoren (7g [Pulver im Sieb] / 25 Sek. [Dauer des Bezugs] / 25ml [Menge in der Tasse]) hat man eine gute Chance, dass der Espresso gelingt, aber er kann auch lecker werden, wenn man weniger oder etwas mehr Menge, Zeit und/oder Milliliter hat.
Jedoch kann man diese Faktoren nicht bis Unendliche modifizieren. Sehr rasch sind Grenzen erreicht, weil z.B. die Zeit zu lang ist (Lösung von Bitterstoffen im Pulver) oder die Menge zu gering ist ("Durchrauschen" eines geschmacksarmen Espresso).
Die Zeit beeinflusst man durch die Menge und den Mahlgrad des Pulvers - zu fein -> Espresso tröpfelt nur, zu grob-> Espresso rauscht durch, ideal-> feiner Strahl, der innerhalb der genannten Zeit die genannte Menge ergibt.



Persönlich nutze ich ca. 8,5g Mehl. Meine Zeit liegt bei 22-27 Sekunden und der Espresso hat etwa 22-30ml.


Montag, 2. Juli 2012

Wenn Blogger einen PR-Assistenten bräuchten..

Lange habe ich darüber nachgedacht, ob und wie ich über das folgende Thema schreiben sollte.
Ich lese u.a. Blogs, die sich mit Körperpflege, Make up, etc. befassen. Das mag für den ein o. anderen obskur klingen, aber ich erhoffte mir unabhängige Meinungen zu Produkten, die von anderen Nutzerinnen benutzt und beschrieben werden. Erspart ggf. Fehlkäufe, fand ich.
Natürlich habe ich mir mittlerweile auch meine Meinung zu manchen Blogs bzw. zu dem Geschäft an sich gebildet, die ich gern unverblümt breittreten möchte.. :)

Grundlegend bin ich der Meinung, dass die Zeit der Unschuld vorbei. Dass einige (d.h. nicht alle) der ehemals freien und unabhängigen Schreiberinnen, die aus Spaß an der Freud' ihre Texte schrieben, längst teil der Verkaufsmaschinerie geworden sind.
Auch wenn man es nicht glauben mag, aber viele Unternehmen haben den Vorteil beim "Mädchen/Bloggerin von nebenan" längst erkannt; ist es doch authentischer, wenn eine normale Frau das Produkt XY promotet. Es ist fast schon eine Freundin, die dort schreibt - so oder so ähnlich empfinden es manche Leserinnen, so mein Eindruck.
Man glaubt ihr. Und man glaubt ihr noch viel mehr, wenn sie auch mal ein wenig kritisiert. So ein bisschen zumindest.
Aber zu viel Kritik ist auch nicht gut, da man dann ggf. nicht mehr in den Genuss von kostenlos zugesandten Artikeln kommt.

"Kostenlos zur Verfügung gestellt" ist der Satz, den es auszuschreiben gilt. Erst dann hat man es geschafft.
Was für ein Unternehmen ein Kleckerbetrag ist, ist für manche Bloggerin Weihnachten und Geburtstag auf einmal.
Denn Blogger sind verhältnismäßig günstig - zugesandte Produkte kosten so gut wie nichts, dafür ist das Ergebnis umso erfreulicher für die Unternehmen, d.h. Präsenz und potentielle Käufer.
Einzig sogenannte "Blogger-Events" kosten mehr - Stelldichein diverser Blogger mit Produktshow, Infos, Kost, Logis und goodie bag am Ende der Veranstaltung. Alles gratis, natürlich.
Allein die anschließende Berichterstattung über das vorgestellte Produkt und das Event an sich wird gern zur Kenntnis genommen.
Warum keine unbekannten Blogger, d.h. Blogs mit wenigen Lesern zu solchen Events eingeladen werden?
Die Frage kommt auch immer mal wieder auf und wenn man überlegt, dass ein Unternehmen solche Shows nicht aus purer Langeweile finanziert und abhält, kommt man auf die Lösung.


Diese kostenlosen Produkte können und werden nicht objektiv bewertet [werden], so meine Meinung.
Man ist wohlwollend und unkritischer als bei Artikeln, für die man selbst gezahlt hat. Und noch wohlwollender ist frau, wenn das Produkt einen großen Markennamen trägt. Da kann es rasch passieren, dass negative Merkmale des Produkts als "ganz okay" angesehen werden, die bei einem günstigen, selbstgekauften Produkt fast schon ein K.o.-Kriterium wären.
Es ist ein psychologischer Prozess, der da abläuft.

Sicherlich hat besagte Psychologie dafür auch einen Namen, den ich, wie sollte es anders sein, gerade nicht auf dem Schirm habe.
Zudem kommt der unterschwellige Gedanke, dass man, wie bereits angesprochen, bei zu viel schlechten Worten auf wohlgesinnte Zusendungen verzichten muss.
Es soll sogar Fälle von Bloggern geben, die einen Bewertungs-Text zugesandt bekamen, den sie bei ihrer Produktbewertung anbringen sollten. Manche sollen darauf eingegangen sein, andere nicht.

Im Grunde sind Blogger günstige Multiplikatoren. Klingt hart, aber wer sich vor den PR-Karren spannen und mit einer 50€-Creme abspeisen lässt, der könnte evtl. mehr rausholen, denn schließlich verdient das Unternehmen weitaus mehr Geld als die besagten 50€ mit den diversen Rezensionen.
Wenn man das Spiel schon mitspielt, verkauft man sich damit unter Wert.
Es ist ein gigantischer Markt und "word of mouth"-Marketing funktioniert einfach viel zu gut.
Jede Rezension, egal ob positiv oder negativ, ist Werbung und sie bleibt im Internet bestehen, denn das www. vergisst nie.
Sogar jede Nennung eines Produktnamens ist im Grunde genommen Werbung.

Aber, und hier kommt das große "aber", niemand weiß natürlich, was hinter den Kulissen gemacht wird, ob Geld fließt und wie viel, da ich der ein oder anderen Bloggerin doch Geschäftssinn zutraue.
Selbstredend kann man solche Umstände den treuen und z.T. minderjährigen Leserinnen nicht erklären.
Es würde die unabhängige Fassade rasant zum Einsturz bringen, nein, nicht rasant, zeigen doch Beispiele, dass Leserinnen von Blogs dieser Kategorie sehr loyal sind - auch der belegbare Verdacht, eine renommierte Bloggerin sei von Beginn an eine Kooperation mit einer Agentur eingegangen, um sich und ihr damaliges Forum 1) bekannt zu machen und 2) anschließend das Forum bestmöglich zu verkaufen, schockte nur manche Leser.
Auch besitzen manche Blogger inzwischen eine PR-eMail-Adresse für geschäftliche Anfragen. Alles objektiv?

Quintessenz:
Das Bloggen über Konsumgüter kostet Geld. Und da scheint es natürlich nett, wenn Unternehmen die Objekte der Begierde zur Verfügung stellen.
Aber wann geht aber die Objektivität flöten? Wann verkauft man sich unter Wert? Wann ist man nur noch Entgegennehmer und Erfüller?
Mein Fazit ist, dass ich mittlerweile manche Blogbeiträge kritisch sehe, da ich entweder dank des "Kostenlos zur Verfügung gestellt"-Hinweis weiß, woher es kommt oder mir aufgrund von anderen Eindrücken ein Bild gemacht habe.
Gern wüsste ich zudem, ob es in anderen Blogger-Metiers ähnliche Symbiosen gibt, z.B. bei Blogs über Technik oder derartige Hobbies.
Und Neid ist es nicht, was mich diese Zeilen tippen lässt. Selbiger wird jegl. Kritikern auch gern unterstellt - es ist eher ein realistischer Blick auf das Geschäft.

P.S.: Nie vergessen - egal, was ein Blogger schreibt, man hat einen eigenen Geschmack!
;)


Sonntag, 1. Juli 2012

Eigentlich ist es bescheuert,...

..dass ich mir einen Kopf darüber mache, was ich blogge.

Manchmal habe ich Phasen und denke, "Mensch, darüber könntest du schreiben.", aber dann sinniere ich, wälze das Thema hin und her, schreibe auch manchmal etwas vor und lasse es dann letztendlich bleiben.

Warum?
Hmm, entweder sind die Themen kleinerer Natur, ich vermute eher Desinteresse etwaiger Leser oder das Geschriebene ist nicht "rund", nicht strukturiert genug.

Ja, die eigenen, viel zu strengen Ansprüche.
Und vor allem; es ist das eigene Blog.
Aber es ist auch das Internet, ein Ort, der nie vergisst (gern benutzte Floskel, die aber passt) und von fremden, aber eventuell auch bekannten Menschen weltweit aufgesucht wird, was ich weder kontrollieren noch verhindern kann.


Samstag, 30. Juni 2012

Die Sache mit der Kritk in der Gastronomie

..ich sitze hier schon den ganzen Tag unter'm Sonnenschirm und denke, dass mein Hirn und ich zu viel UV-Strahlen erwischten. Deswegen machen ich mir anscheinend auch über so ein nichtiges Thema Gedanken.

Eigentlich kam ich drauf, weil ich Google nach "Deffis" fragte (matschiges Hirn sei Dank) - das Restaurant eines Moerser Unternehmers, der dank VOX zu einer enormen, hauptsächlich auf VOX-beschränkten TV-Präsenz kam. Man kann ihn und sein Geblubber finden, wie man möchte, aber was mir auffiel, war, dass manche Menschen, die bei ihm Gast waren, diesen Besuch kritisch beleuchteten.
Einschlägige Foren wie QYPE oder Restaurant-Kritik geben Aufschluss..

Nun, aber das soll nicht das Thema sein.


Es gibt 3 Typen von Kritkern, die mir in den Sinn kamen und die ich hier nur aus lauter Spass in den Backen einfügen möchte:

1) Der Überüberüberkritische.
Serviette hat einen Knick? Da liegt ein Staubkorn auf der Tischdecke?
Das sind Dinge, die den Überkritischen schon erzürnen.
Er ist nicht leicht ihn milde zu stimmen und er findet überall ein Haar in der Suppe.
Das Essen kann ihn kaum zufriedenstellen, egal, wie gut es ist - ein schwieriger Gast also.
Aber vielleicht sucht er auch aus purer Lust am Mäkeln nach Gründen, wer weiß..

2) Der Matschige.
Das Essen kommt an den Tisch - verkochtes, matschiges Gemüse, hartes, durchgebratenes Steak, versalzene Kartoffeln, gern auch mit Käse überbacken. Dem Matschigen schmeckt es.
Die Kellnerin benötigt 30 Minuten, um die Rechnung zu bringen? Ach, nicht schlimm.
Zudem ist die Bedienung auch noch unfreundlich und inkompetent? Macht nichts, man muss ja nicht zu Jedem freundlich sein.
Wie man sieht, ist der Matschige lukullisch als auch gastronomisch eher simpel gestrickt und besucht ggf. auch primär solche Lokalitäten.
Ein sehr einfacher Gast, der mit wenig zufriedenzustellen ist.

3) Der Wissende. *g*
Er weiß z.B., dass ein richtigs Schnitzel in der Pfanne gemacht wird. Und dass Bratkartoffeln keine frittierten, vorgeschnittenen und aus der TK-Packung stammenden Taler sind. Und Maggi resp. Fondor sind keine adäquaten Würzmittel!
Man kann ihm nur schwer ein X für ein U vormachen, weil er gern gut isst - "gut" meint nicht gehobene Sterne-Küche, sondern handwerklich gutes und wertiges Essen mit dementsprechenden Zutaten und Service.
Ein Gast, der zudem gewisse gastronomische Regeln kennt, z.B., dass man an einem leeren Glas am Tisch nicht wortlos vorbeigehen sollte oder ohne Aufforderung ein neues Besteck bringt, wenn der Gast das alte abgab.


~~~

Jeder hat sein persönliches Mittel, um Kritik zu äußern. Manche werden laut, andere sagen nichts, kommen aber auch nicht wieder. Aber sollte das Lokal aufgrund roter Zahlen und schweigender Gäste irgendwann schließen, ist ja auch keinem geholfen.
Und wieder andere sagen etwas, aber stoßen dabei allzu oft auf taube Ohren.
Das "nichts sagen" ist das Schlimmste, weil man somit suggeriert, das man zufrieden war - wenn man kritisiert, hat man es wenigestens versucht.
Auf der anderen Seite gibt es für mein Dafürhalten nur wenige Betriebe, die 1) Kritik annehmen und 2) daran arbeiten.

Einige Beispiele für Desinteresse:
- Der italienische Vorspeisensalat schwamm im Dressing, Es war kein Dressing mehr, sondern buchstäblich eine Suppe im Teller.
Der Kellner kommt, nimmt die Teller mit, man reklamiert und was kommt? Nichts.
Kein Wort. Nur ein irritiertes Grinsen.

- Rösti auf dem Teller; komplett fetttriefend. Bedienung meint, dass sie immer so aussehen würden.

- Eine Schnecke im Salat. Chefin kommt, schaut auf den Teller, nimmt Teller mit, bringt schneckenlosen (neuen? alten?) Teller, sagt aber kein Wort.

"Das machen wir immer so", "Sonst schmeckt es unseren Gästen", "Sie sind der/die Erste, der/die sich beschwert",...wer kennt solche Aussagen nicht?
Gutes Einwand-Management ist keine Zier, sondern sollte verstanden und beigebracht werden!
Das Totschlag-Argument schlechthin ist "Wir können es nicht Jedem recht machen".
Stimmt, dann kann man es auch am besten gleich lassen, seine Routine weiterfahren und unbegeisterte Kommentare ausblenden, sind ja eh nur Neider, Immermeckerer. Wozu auch hinhören? Und ich bin nicht "Jeder" - wer soll das eigentlich sein?


Ein einziges Mal habe ich es erlebt, dass nach erfolgter Kritik bei der Bedienung der Chef an den Tisch kam und fragte, was es für ein Problem gäbe.
Er hörte sich unsere Kritik an, entschuldigte sich und erklärte, woran es lag und dass er es abstellen würde.
Der Gast kann natürlich nur im Nachhinein überprüfen, ob es geändert wurde, aber der Gast wurde ernst genommen und darauf kommt es an!
Wir gehen sehr häufig essen, aber bis auf dieses Mal kam nie Feedback - man merkt etwas bei der Bedienung an, die das "weitergeben" wird, aber es passiert im Grunde danach nichts mehr. Hat es der Koch wirklich erfahren? In den meisten Fällen kommt nichts in der Küche oder gar beim Chef an, denke ich.

Und dann bleiben ggf. die Gäste aus und der Wirt fragt sich, warum keiner mehr kommt.
Geschmack ist relativ, ich gebe es zu.
Unterirdisches Essen und Service nicht und kommt mir nun nicht mit der "Studentische Hilfskraft"-Ausrede.. ;)

Freitag, 29. Juni 2012

"Egal was ich tue, sie lieben es"

So lautet der Titel einer just in diesem Moment im ZDF gezeigten Dokumentation.
Es geht um bekannte deutsche YouTuber, u.a. "HerrTutorial", der das "youtuben" allem Anschein nach beruflich macht, sich aber zu Verdienstmöglichkeiten nicht äußern möchte/darf.

Für alle, die gerade nicht gucken können, hier der Link zur ZDF-Mediathek.

Ich möchte gar nicht viel sagen, schaut es euch bei Zeit + Muße einfach mal an.
Viel Spaß dabei!


Mittwoch, 27. Juni 2012

Auch ein blindes Huhn..

..bekommt mal eine Titelseite.

Mein kleines, sonnengeküßtes Photo war vor einiger Zeit auf der Startseite der fotocommunity.
Ich knipse mir schon länger ein kleines Wolfsrudel zusammen und habe demzufolge auch einen Account bei der FC; bin kein Profi, aber mit Spaß und sehenden Augen bei der Sache.

Ich bekam eine eMail, die mich darüber unterrichtete, dass mein Photo als Titelbild der FC auserkoren wurde - an einem Sonntag von 8 bis 9 Uhr. Bombige Zeit, aber immerhin.

Ich denke ja, dass es der Reihe nach geht und irgendwann jeder Eumel mit einem Bild dran kommt, doch ich bin happy.
Hier das Bild-


Und hier die nette, kleine fotocommunity, falls jemand mal rüberlinsen möchte.

Samstag, 23. Juni 2012

So viel kann man gar nicht schmieren..

..ich nenne es "geheimes Fernsehberieselverhalten" und das kennt jede/r von uns.
Wenn man für sich und just keiner da ist, was läuft dann in der Glotze?
Nein, kein zdf.kultur oder arte, auch wenn u.a. "Roche & Böhmermann" meiner Meinung wirklich anders und sehenswert ist - man schaut Dinge, die man mit dem Partner/der Partnerin nicht schauen würde.
Nicht, weil man sich dessen schämt, was da über den Bildschirm flimmert, nein.
Vielmehr ist es herrlich entspannend und gehirnleerlaufend, wenn man einfach auf der Couch sitzen, sich berieseln lassen kann und dabei nicht reden muss. ;)

Bei mir ist es z.B. QVC Beauty, der neue Zweitverwertungskanal von QVC.
Und es ist einfach großartig, den Damen und Herren beim Eincremen, Peelen, Entknittern, Stylen, Lackieren, Frisieren, Betüddeln, Anmalen, Tonisieren, Befeuchten, Cleanen und Hübschmachen zuzuschauen.
So viel kann sich keine normale Frau ins Gesicht schmieren, wie man uns dort angedeihen lassen möchte, schießt es mir dann durch's Hirn.

Die Handrücken werden hemmungslos mit den reichhaltigsten Essenzen und Seren eingebuttert, dass sich der Kameramann darin spiegelt.
Hairstylisten (also known as Dauerwickler, Frisör oder Klatschbase) fuddeln den Modellen, den armen, bis zum Herzstillstand die Haare wuschig und in der nächsten Stunde tänzelt ein Kosmetik verkaufender Modeschöpfer ekstatisch durch die Kulissen, vollends ob seiner Lipglosse elektrisiert und das ist der Moment, als man sich zum ersten Mal einen Exorzisten herbeiwünscht.

Leider wird selten auf Inhaltsstoffe eingegangen - ja, auf die guten, verkaufsfördernden schon. Caviar, Trüffel, Meeresmineralien und Fruchtsäure verkaufen sich eben besser als Silikon oder Erdöl-Nebenerzeugnisse, was nicht heißen soll, dass besagte Produkte Silikon und/oder Erdöl-Nebenerzeugnisse enthalten.
Aber so lange es schön durchfeuchtet aussieht, die Fältchen auf dem "Vorher/Nachher"-Foto wie von Zauberhand verschwunden sind, ist ja alles in Butter.
Einzig bei saleswomen mit gebotoxter Stirn und unechten Schlauchbootlippen werde ich mehr als skeptisch, wenn mir diese Antifalten- oder sonstige Pflege verkaufen möchten - wären diese Cremes derart effektiv, dann wäre der Chirurg nicht nötig gewesen.
Genauso wenig erwerbe ich Haarpflege bei einer kaputtblondierten und mit heillos splissig-trockenen Spitzen gesegneten Fri,..nein, Hairstylistin, die mir erzählt, dass sie Produkt XY auch benutzen und ganz super finden würde. Aber das ist eine andere Geschichte..

Nichtsdestotrotz ist das Zuschauen t-o-t-a-l entspannend, finde ich, fast wie Yoga, nur nicht so anstrengend. Ich halte es jedoch nicht stundenlang aus, weder Yoga, noch berieselnde Einschmierer im TV.
Irgendwann ist es aber auch mal juut..




Dienstag, 19. Juni 2012

Unserm Bundes-Jogi sein Lieblingsgetränk

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Paula" (14/2012) findet man auf den Seiten 34 + 35 ein kurzes Porträt über Joachim "Jogi" Löw - "So liebt und lebt er privat".



Sein Haar sei echt, er rasiere sich täglich und seine Holde hieße Daniela. All das und mehr verrät "Paula".
Kann man interessant finden, muss man nicht.

Aber "Paula" ließ auch verlauten, dass er u.a. gern Rioja trinke und -jetzt kommt's -


Ex und press, ab in Kopp!?


Ich hoffe inständig, dass die Espressi von Herrn Löw besser hergestellt werden als die Berichte der "Paula"-Redaktion.


Montag, 11. Juni 2012

"Und dann schön mit Käse überbacken.."

..nein, das ist kein Motz-und-Mecker-Post, es ist nur meine Sicht der Dinge. Schließlich heißt das Blog so und ich bleibe dem Namen lediglich treu. :)
Aber ich muss nochmal auf lukullische Art und Weise nerven, auch wenn ich weiß, dass man über die Launen anderer Esser nicht herziehen sollte..

Käse ist eine leckere Sache. Auf Brot oder pur, alles wunderbar.
Wenn aber der lukullische Horizont Gerichte sind, die mit Käse oder anderen Erfindungen überbacken oder angerichtet sind, dann zuckt mein Augenlid.
- Schweinefleisch mit Ananas und Pfirsich obenauf, dann "Käse", ab in den Backofen
- Steaks unter einer Champignon-Lauch-Symbiose, diese mit Sauce überzogen und im Backofen mit "Käse" überbacken
- Medaillons mit Pfirsich in Sauce hollandaise und Kroketten

Allzu oft habe ich den Eindruck, dass Käse in dieser Form eine Art Deckmantel darstellt - unter all dem Zeug schmeckt man im Grunde die Qualität des Hauptakteurs (Fleisch) kaum noch. Alles verschmilzt zu einer Masse. Hier von "perfekt gebraten" zu sprechen erachte ich als Hohn, da ich unter z.T. mehreren Scheiben Käse, dessen Qualität auch oft zweifelhafter Natur ist, das angeblich perfekte Fleisch untergeht.
Ich weiß, dass z.B. ein Gratin mit Käse überbacken werden muss, sonst wäre es kein Gratin. Aber warum man ein Steak mit laschem und nicht mal in Teilen knusprig überbackenem "Käse" abwerten muss, das verstehe ich nicht.

Und warum sollte man auch hochwertiges Fleisch absichtlich mit Käse "versauen", wenn es doch für sich allein stehen kann/sollte? Aber "Toast Hawaii" zieht in manchen Lokalitäten ja auch immer noch, vielleicht ist es auch die gleiche Klientel, die solche Gerichte bestellt.
Witzigerweise sind die "Käse"-Gericht auch sehr oft recht günstig zu haben. Warum nur..?!

Die Dinge, die ich esse, sind auch nicht Haute cuisine mit Espuma und Molekularküchen-Optik, aber eine Käsekrone kommt mir nicht auf'n Teller.

"Aber wenn du Sterneküchen haben willst, dann ... "
Nö, will ich gar nicht. Aber eine gewisse Wertigkeit sollte ein Produkt haben und selbiges darf (für mich) nicht mit Käse gequält werden.

So, genug genervt.

[Bolognese / handmade]

Freitag, 8. Juni 2012

"Bei uns war mehr Klamotte.."

Bitte mal reinschauen!
[Keine Sorge, ist kein Virus]

Wir hatten damals mehr Klamotten am Leib.
Und wenn das der Bauernkalender ist, dann hätte ich gern ein paar Bauern gesehen, keine Bäuerinnen resp. Mägde.
Ich will schließlich ein paar stramme Waden sehen, wenn ich am Morgen "Elsa" melke.. 

Wie kommst du denn darauf?!
Die "schlechtere Hälfte" sandte gerade einen Link bezügl. der neuen Mäuse für den 2013er Kalender.

5€-Gutschein*

..dieser kleine * am Ende verheißt schon mal nichts Gutes.

Ein hier nicht näher zu benennendes Unternehmen schickte mir gerade eine eMail und entschuldigte sich, dass man aufgrund eines technischen Problems in letzter Zeit nicht bestellen konnte.
Als Wiedergutmachung gab es einen Gutschein in Höhe von 5€.
"Hui, wie nett!", dachte ich spontan und scrollte tiefer - "Ihr Gutschein wird ab einem Bestellwert von € 35,- automatisch von Ihrem Warenkorb abgezogen."

Aha.
Erst 35€ ausgeben müssen, dann Abzug.

Warum nicht 5€ verschenken, ohne MBW und damit die Kunden ködern, als sie in das MBW-Korsett zu zwängen?
Klar, eine kleine Anzahl bestellt dann gewiss für 5,95€, aber wenn einem der Kunde an sich so derart wichtig ist, dann sollte man auf diese Zwangssumme verzichten und im Normalfall wird es seitens der Kundschaft auch gedankt, d.h. mehr bestellt.
So wandert der Gutschein in den Müll, da ich just nix benötige, das einen Einkauf von ca. 35€ rechtfertigt.


Im Bordell hängen keine Spiegel [PüppiPost]

..es ist zwar recht spät, aber immer noch verdammt schwül-warm.
Ich schwitze ganz dezent in die Sofakissen, als ich gerade beim Zappen das Ende der "Germany sucht eigentlich kein Topmodel, das sind nur Pro7 und die Heidi, aber die machen das nicht aus Menschenliebe, sondern wegen der Penunsen"-Wiederholung sah - Beth Ditto stand zwischen Rebecca Mir und der Carpendale'schen Verlobten auf der von Lametta und Glitterkram überfluteten Bühne und hatte mehr Format als die gesamte Sendung, vermute ich.
Die Regie dachte sich dabei vielleicht, "Stellen wa die Dicke einfach zwischen die beiden Knochigen. Sieht lustig aus und die Nicht-so-Knochigen haben einen Grund zur Freude, dass sie nicht so aussehen wie die Ditto."  Nun denn ...
Man kann über ihre kurzen Kleider, das Make-up und die fleischigen Knie denken, was man möchte und ich wette, einige Mitmenschen denken nix Nettes, aber Beth Ditto wirkte keck, direkt und sich ihrer selbst bewusst.

Da wir gerade von Make-up sprechen -
ich war heute in meinem hohen Alter doch tatsächlich bei KIKO.
Also, in einem französischen KIKO, da ja bei uns Feiertag war.
Für alle Outsider + Männer: das ist ein Geschäft, in dem 9,5 von 10 Kunden weiblich sind. Die dortige Kundschaft wuselt hocherregt mit angemalten Handrücken umher und sagt Sätze wie "..findest du, der ist zu pink?", "Guck' mal, der creast bestimmt nicht!" oder "Der ist ja schön sheer!".
Wollte und musste mal sehen, was da so gebacken ist..

War ganz nett.
7€ ausgegeben und festgestellt, dass ich z.B. keinen blauen, gelben oder grünen Nagellack tragen werde.
Oder Highlighter (Speckschwarte), Gloss (klebt) oder knallbunten Eyeliner (Jesses Maria!).
Aber, und das meine ich ehrlich, ich finde es gut, dass sowohl Kosmetiktücher, Wattepads, Q-tips als auch diverse Entfernerprodukte bereitlagen, die man zum Handrückensäubern benutzen kann.

Draußen saßen und standen die Jungs resp. Partner, teils mit Tüten, Kindern und Hunden bestückt, und warteten auf die Herzdame, die sich gerade den schmierigen Lippenstift direkt auf die Lippen statt auf besagten Handrücken aufträgt, dem großformatigen Spiegel im Ladeninnern sei Dank.
Besagte Wand-Utensilien gibt es jedoch nicht in Badezimmern in Bordellen, wie ich heute in einer Reportage lernte. Faszinierend, oder?

Die Mitarbeiterinnen waren leider keine große Hilfe, was teilweise an der Sprachbarrier liegt, aber auch am immensen Almabtrieb im Laden. Aber zumindest konnten sie mir beim Bezahlen nach erfolgter PIN-Eingabe mitteilen, dass EC-Karten-Zahlung leider nicht machbar ist, denn nur Bares oder Kreditkarte ist Wahres (das sage ich jetzt).


Darauf ein Magnum!
Ähm, nein, morgen, ich geh' jetzt ins Bett.. ;)



Dienstag, 5. Juni 2012

"..noch 'nen Espresso auf's Haus?"

Ich bin spleenig.
Vor wenigen Tagen habe ich es wieder gemerkt.

Beim Essen in einem Restaurant beobachte ich fremde Leute und ihr Tisch- bzw. Gabel- und Messerverhalten.
"I see eating people.."-technisch.
Ob mit offenem oder geschlossenem Mund gekaut und wie die Gabel gehalten wird, ob füllerartig oder mistgabelig, ob der Mund zur Gabel oder die Gabel zum Mund geführt wird.
Ich bin kein Manieren-Nazi, aber nennen wir es Spleen.

Und ich esse nicht im Außenbereich eines Restaurants, höchstens mal Kaffee, Kuchen oder ein Eis.
"Warum?" - zu viele Flugobjekte diverser Art, evtl. Wind (Essen wird dadurch schneller kühl).

Außerdem achte ich auf Feinheiten wie z.B. die kleine Mineralwasserflasche, die am Tisch geöffnet wird oder bereits geöffnet an den Tisch kommt, ob das Bierglas mit dem Logo zum Gast hingestellt wird, ob abgeräumt wird während jemand am Tisch noch isst, etc. pp. .
Und es gibt fast nichts Schlimmeres als den "Espresso oder Schnaps auf's Haus", wenn man Kritik geübt hat - die paar Cents, die den Gastronom ein Espresso kostet, können über fetttriefende Rösti oder ein schwarzgebratenes Steak nicht hinwegtrösten. Da hilft nur ein neues Essen. Oder die S-Klasse des Gastronoms.
Was ein absolutes GehtNicht ist, sind Gastronom-Darsteller, die ihr Personal nicht aufgrund von Fachkenntnis und Umgangsformen einstellen, sondern weil sie total trendy People sind, die immer einen coolen Spruch auf den Lippen haben und irre gut drauf sind, die aber auf der anderen Seite nicht wissen, das z.B. die Gabel links und nicht rechts vom Teller gelegt wird.
Getränk vergessen? Seit 20 Minuten keine Speisekarte? Ach, was soll's, so lange dem Kellner die Sonne aus dem Arsch scheint, ist es doch egal..


Aber ich bin sonst wirklich nett, ... gehe ich fest von aus.

Wie immer und immer bin ich an Meinungen, Marotten & Fisimatenten der wertesten Leserschaft interessiert!


Mittwoch, 30. Mai 2012

Bio-Baumwolltaschen bei dm

..beim letzten Besuch fielen sie mir direkt ins Auge.
Die neuen, aus Bio-Baumwolle gefertigten Tragetaschen, die bei dm im Kassenbereich zu finden sind.
Pink oder grün und für 2€ zu haben.

Der Clou ist, dass die Taschen aus Deutschland kommen und unter sozialen und ökologischen Gesichtspunkten und auf Nachhaltigkeit setzend produziert werden.
Nun, die Bio-Baumwolle kommt aus der Türkei, aber die Fertigung, das Färben und das Nähen per Hand findet u.a. in Augsburg statt.

Der nächste sehr gute Idee ist, wie ich finde, dass man die Tasche, wenn sie ihren Zweck nicht mehr erfüllt, entweder gegen eine neue Tasche eintauschen oder 2€ erstattet bekommen kann.
Ob die zurückgegebenen Taschen wieder in den Kreislauf fließen oder entsorgt werden, das war mir beim Lesen nicht ganz klar.

Deswegen schrieb ich den Hersteller manomama direkt an, fragte nach und erhielt kurze Zeit später diese Antwort:
"Grundsätzlich ist es so, dass wir uns natürlich schon wünschen, dass die Taschen lange von den Kunden getragen werden. Wenn die Taschen aber an dm zurückgeschickt werden, werden diese an uns weitergeleitet, wir faserisieren sie, sodass wir wieder Fäden zum Weiterverarbeiten daraus gewinnen können :)"
  
Ich find's zudem klasse, dass man diese Stofftaschen recht gut falten und in der Handtasche verstauen kann. Taschen aus anderen [auch recycelten] Materialien sind manchmal recht störrisch.
Aber wenn mithilfe dieser Baumwolltaschen weniger Einweg-Plastiktüten verkauft werden und die Kunden lange ihre "Packesel" nutzen, ist gewiss viel gewonnen.

Weitere Infos finden sich hier.

Samstag, 26. Mai 2012

Von Falten und Gebrauchtwagen.. [PüppiPost]

..bevor ich loslege, schnell zu mir, meiner Haut und meiner Sicht-

Hauttyp:
Ich bin [schon] Ü30, dennoch ist meine Haut fältchen- als auch faltenfrei. Es gibt nur zwei Falten unter je einem Auge, die ich aber schon habe seit ich denken kann. Zählt nicht. ;)
Meine Haut ist ölig, unrein, großporig, also jenseits von einem problemlosen Schneewittchen-Teint. Ich bade nicht in der Sonne oder unter dem Solarium und meine Essgewohnheiten sind bunt gemischt.

Subjektive Sicht auf die Dinge aka Falten:
Ich bin der [laienhaften und medizinisch nicht ausgebildeten] Meinung, dass Falten einem genetischen Code zugrunde liegen, der irgendwann anläuft, d.h. man kann schmieren und cremen, aber man bekommt Falten oder eben nicht/kaum. Natürlich gibt es Mädels, die ihr Leben lang einschmierten und die mit 60 Jahren noch aussehen wie 55.
Es gibt aber auch die Nicht-oder-wenig-Schmierer, die trotz ihres Alters zwar nicht faltenfrei, aber faltenarm sind.
Cremes können der Haut Gutes tun, aber Falten können sie weder wirklich verhindern noch ungeschehen machen, denke ich, und das gilt ebenso für die teuren Cremes. Daher würde ich mir auch keine Creme in der Preisklasse eines älteren Gebrauchtwagens zulegen.
Nichtsdestotrotz kann man dennoch etwas für die Feuchtigkeit der Diva namens Gesichtshaut tun.

Okay, nu' aber..

Ich habe vor ca. zwei Wochen aus Neugier und weil mich die geringe Anzahl der Inhaltsstoffe überzeugte, in einer ALDI Süd-Filiale ein Hyaluron-Gel der Eigenmarke "Lacura" käuflich erworben.
Da ihr [ebenso wie ich] wisst, dass hoch- und höchstpreisige Produkte nicht zwangsläufig "sehr gut" sind und "günstig" nicht immer schlecht ist [Beispiellink zum Thema], wagte ich den Selbtversuch.
Hierfür wurden keine 8€ fällig, d.h. zum Testen und als Feuchtigkeitsbooster ideal.
Ein ähnliches Produkt eines Markenherstellers liegt vielleicht bei 40, 50 oder gar 100€?

Der Hersteller verspricht u.a. "Der sofortige Glättungseffekt lässt die Haut strahlend
frisch und gestrafft aussehen."




Je weniger Inhaltsstoffe, umso mehr gefällt es mir- so geht's mir oft auch bei vielen anderen Produktkategorien. Und hier der Link zu Codecheck.


Ich reibe mir gern am Tagesbeginn nach der Reinigung und Tonisierung [nach dem Einsatz des Gesichtswassers/Toners via Wattepad, aber Tonisierung klingt natürlich fachfraulicher] einen Tropfen ins Gesicht - in die Handinnenfläche gegeben, ein wenig verrieben und ab damit in die Visage. Ich gestehe, ich mache kein Bohei um die Sache, nutze keinen Pinsel, Extra-Tuch oder dergleichen.

Per Pipette ist die Entnahme auch sehr einfach und man benötigt wirklich nicht mehr als einen, maximal zwei Tropfen, auch bei "viel" Gesicht. ;).




Das Gel zieht rasch ein, fettet bei mir nicht. Pluspunkt! Auch erzeugt es bei mir keine Pickel oder sonstigen Unstimmigkeiten.

Meine Haut fühlt sich danach weich und zart an, das kann ich definitiv sagen.
Nach mehrmaliger Benutzung, so meine ich zu fühlen, ist die Haut auch einen Tick praller. Irgendwie.
Aber wie so oft, kann das auch ein eingebildetes Empfinden sein.
Und ich vertrage es! Trotz öliger Haut ist sie nicht unempfindlich, besonders an ein, zwei prekären Stellen.


Was habe ich mir erhofft?
Nicht viel, außer Feuchtigkeitspflege, ein angenehmes Hautgefühl und keine Irritationen, und ich denke, das habe ich auch bekommen, so zumindest mein momentanes Empfinden. Mein Hautbild lässt zwar nicht vermuten, dass ich Feuchtigkeit bräuchte, aber das war ein Irrglaube, so mein Eindruck.
Ob es auf lange Sicht betrachtet geholfen und etwaige Faltenbildung verzögert hat, dazu fragt mich bitte in 5 oder 10 Jahren nochmal. ;)
Falten, so sie denn da wären bzw. kommen, wird das Gel sicher nicht verscheuchen bzw. verhindern, aber es ist dennoch schön, dass man es zumindest versucht hat..

Freitag, 25. Mai 2012

Blümsken. Einfach nur so.

[Blumen / Sorte unbekannt]


..weil die Sonne scheint und Pfingsten ist, nun, die Tage!

Habe ich eigentlich erzählt, dass ich gestern im Schweiß meines Daseins den Balkon, wo dieses Foto entstand, von Unkraut & Chaos befreit habe? Und dass ich Moos aus Fugen gekratzt habe...? Meterlang? Dass ich nun sogar einen Sonnenbrand aka gerötete Haut auf einer Schulter habe?

Dafür habe ich heute Muskelkater an Stellen, die mir bis jetzt zum Teil völlig unbekannt waren.

In diesem Sinne, ein schönes Wochenende incl. einer Menge Sonne!

Mittwoch, 23. Mai 2012

Bella Tazzine!

Andere zeigen ihren 157825. peachig-coralligen (ist das nicht im Grunde das gleiche?!) Lippenstift oder die 4535. Kette aus'm Hungerlohn&Massenware, ich habe ein Faible für italienische Espressotassen.
Ja, und für Nagellacke, alteingesessene Leser erinnern sich vielleicht noch daran..

Tassen mit Rösterei-Logo oder Maschinenherstellertassen, ganz gleich, ich liebe sie!
Hier ein besonders adrettes Paar der itali. Edelschmiede für Espressomaschinen, La Marzocco aus Florenz-


P.S.: Musste ja mal wieder was über Kaffee & Co. schreiben, obgleich ich zur Zeit keinen trinke, da keine Lust auf das braune Getränk; bin nämlich Genuss- und kein Musstrinker. :)

Dienstag, 22. Mai 2012

Black Forest by night

So lautete einst die Aufschrift einer Postkarte, die ich von einer Freundin aus dem Urlaub erhielt - obiger Text in gelber Schrift auf schwarzem Grund.
Sieht ja so, als sei da bombig was los und es konnte damals keiner ahnen, dass ich hier mal tatsächlich wohnen werde.

Mit der Bombigkeit, dem ist auch so, denn wir waren an einem langweiligen Sonntag bei Hans Grohe in der Aquademie. Der Knaller, oder?
Aber es war wirklich richtig interessant und wenn man durch die diversen Dusch-, Badezimmer- und Waschtisch-Szenarien lustwandelt, dann hat man wirklich große Lust ein Haus zu bauen und ein Bad einzurichten. NUR ein Bad einzurichten, meine ich. Vergesst die restlichen Räume, kauft euch Brauseköpfe!

Ich habe noch nie so derart viele und zum sehr großen Teil wunderschöne, moderne, puristische Brauseköpfe, Rainshower-Duschen, Wasserhähne, Waschbecken, Schnick und Schnack wie bei Grohes gesehen.
Vieles konnte man testen, d.h. das Wasser laufen lassen - mein persönliches Highlight war eine Rainshower-Dusche mit etlichen Nebenbrausen und einer wasserfesten Touchscreen-Fernbedienung, die während des Duschvorgangs wirklich vom Licht in der Dusche über Musik bis Temperatur alles steuert.

Und wer mal richtig keck ist, der kann einen Termin zum Probeduschen vereinbaren.
Badeanzug/-hose mitbringen, sonst nix, den Rest stellt Grohe und eine Stunde verschiedene Duschen testen.
Und all das nicht in einer gemischten Gruppe mit Heinz und Gerda aus Wanne-Eickel, sondern allein.
Wenn das mal nicht einem inneren Abgang gleichkommt.

Aber alles, was ich mitnehmen durfte war das ...


Ein Pin-Anstecker.
Bombig.



Von Schätzen und Möpsen..

Wusstet ihr, dass es Frauen gibt, die ihren Partner unter dem Namen "Schatz" im Handy gespeichert haben?

Heute zum 1. Mal bewusst gesehen.
Fand ich erwähnenswert. Und irgendwie ... besonders.
Aber das sind vielleicht auch die Paare, die Sätze sagen wie z.B. "..aber wir mögen doch kein Kokos, wir hatten immer Apfel", wenn sie vor dem Regal mit dem Duschgel stehen.
Und diesen Satz habe ich tatsächlich schon mal gehört!

Ich bin sachlich - bei mir leuchtet bei Anruf ein "G." oder "G. Handy" oder "G. Büro" auf.
Dass ich den kompletten Vornamen abspeicherte, ihn aber hier nicht nenne, ist klar, oder?! ;)

Darauf einen Mops von Haribo, der leider auch nicht "extra sauer" ist wie die Packung es verlauten lässt.
Nicht gut, Herr Käfer, da muss mehr "sauer" ran.


Samstag, 19. Mai 2012

Für alle Sparkassengesichter / The Body Shop-Gutschein

Ein Goodie zum Wochenende-

Es gibt momentan einen 5€-Gutschein, der bei Bestellungen ab 5€ gilt.
Somit spart ihr die Versandkosten ein.
Hier ist der Gutscheincode:
THEBODYSHOP5

Über die Haltbarkeit des Gutscheins weiß ich leider nichts.
Ich konnte gerade problemlos ordern.

Time for a little Häppchen!

Es ist halb 4 in der Früh - Zeit für einen schnellen Happen! ;)

(Letztes Mal beim Chinesen.)

Meine asiatische Phase. Ich könnte es alle paar Tage essen, ganz gleich, ob Hühnchen Koon-Bo, Curry, Tom Kha Gai-Suppe oderoderoder.
Apropos Curry: sehr lecker und bereits nachgekauft - Alnatura "Rote Thai-Curry-Paste"** für 2,45€ bei z.B. dm.
Für Sehrsehrmildesser reicht sicher schon ein guter Teelöffel.
Wenn ihr es nicht so scharf mögt, nehmt das halbe Glas.
Seid ihr hingegen Schärferesser, dann haut das gesamte Glas zu der Kokosmilch, dem Fleisch und dem Gemüse.
Sehr leckere Geschichte!

(**Hinweis in eigener Sache - Die Curry-Paste wurde mir nicht zur Verfügung gestellt, sondern eigenhändig gekauft, d.h. bezahlt, zubereitet und aufgegessen.)

Freitag, 18. Mai 2012

"Sie haben Post!"

..das war einmal, damals bei AOL.
Aber gerade, ich muss es so sagen, bin ich ein wenig baff.

Ich erwischte vor wenigen Minuten eine kurze Reportage, nun, es war eher RTL-Infotainment (ja, nicht die beste Quelle für fundierten Journalismus) mit folgendem Inhalt-
Der RTL-Reporter und ein "Mann von der Straße" (Typ Student, Anfang 20, höchstens, schätze ich) gingen ein Experiment ein und gaben für 24 Stunden ihr Smartphone resp. iPhone ab.
Kein Internet.
Keine eMails.
Kein Facebook.

Juut, keine große Sache, könnte man meinen, doch weit gefehlt..
Ich fand es erschreckend zu sehen, dass der Student nahezu Entzugserscheinungen zeigte; er war nervös, wusste auch so gar nichts mit sich anzufangen, daddelte im Restaurant mit den Fingern an einem Bierdeckel, da er nicht wie sonst immer zum Handy greifen konnte.
Das besagte Restaurant wurde auch nicht ergooglet, sondern persönlich erfragt. Für den Weg dorthin musste ein Stadtplan herhalten - ging alles.
Sein Abendessen, eine Pizza, hätte Freund Studi am liebsten gleich gepostet, ging natürlich nicht.

Und er war sichtlich dankbar und erleichtert, als er nach dem Experiment sein iPhone wieder in die Hände schließen konnte - 92 Facebook-Nachrichten hatten sich angesammelt.


Ich bin auch gern online und es ist unbestritten, dass das www. eine große Hilfe, aber auch ein ebenso großer Zeitkiller ist.
Und ja, ich war auch schon mehrere Tage offline und mir ging es nicht schlecht, brauchte keinen Arzt und keine Medikamente.
Aber 92 Nachrichten können so wichtig nicht sein und wenn wir ehrlich sind, waren sie das auch nie.
Die "Huhu, schau' mal was ich gerade mache/esse/trinke/kaufe, wo ich gerade bin/sitze/stehe/pinkel' und wen ich gerade traf/nerve/poppe..."-Nachrichten sollten doch alles sein, aber keine Lebensrhythmusumwerfer.

Deswegen nutze ich Facebook nicht.
Und weil ich nicht immer für jeden erreichbar und sichtbar sein will.
Damals, als ich klein war, hatten wir nur ein Festnetztelefon. Mit Wählscheibe.
Rief jemand an und es war niemand Zuhause, ging niemand ans Telefon. Man war halt nicht da.
Heute gibt es Festnetz, Handy, SMS, eMail und Social Media und damit geht die immerwährende Erreichbarkeit einher - "nicht da sein" gibt es fast nicht mehr.

Und außerdem bin ich auch nicht derart wichtig, dass ich zu jeder Zeit über mein Befinden berichten müsste.
Ist ja schon schlimm genug, dass ich ein Blog schreibe.

(Spontane Gedanken ohne Anspruch auf Richtigkeit)


Sonntag, 13. Mai 2012

eBay nervt!

..in letzter Zeit bot ich für meine Verkäufe bei eBay nach Möglichkeit "Warensendung" als Versandoption an.
Einmal ist es günstig (das Argument zieht bei den meisten Käufern, gerade bei Klein(st)artikeln) und zweitens hatte ich so viel einzelne Kleinkramteile, dass ein Päckchen einfach nicht in Frage kam.
Ebay ist jetzt schon lange nicht mehr die Plattform, aber wohin mit dem Kleinkram?!

Nun, auch Anfang des Monats gingen einige Kleinigkeiten via "Warensendung" raus.
Ein Artikel wurde am 2.Mai als "bezahlt" markiert und von mir am 4.Mai zur Post gebracht.
Am 9.Mai erhielt ich zwar von der Käuferin ein positives Feedback, aber sie kam nicht umhin den Schnitt bei "Versandzeiten" zu versauen.
Eine andere eBay-Käuferin schrieb gar, das sie gern ein wenig gewartet hätte - nun, am 29.April gekauft, am 7.Mai hatte ich das Geld, am 8.Mai verschickt, aber ich bin die Schnecke.

Nennt mich kleinkariert, aber ich berechnete in beiden Fällen 1,70€ für Porto + Verpackung:

1,65€ für die Post
0,05€ für den Luftpolsterumschlag, gute 40cm Luftpolsterfolie, Tesafilm und Packband, 3 statt einer Flachkopfklammer und den Weg zur Post

Ich Unmensch.
Und das Warensendungen generell länger unterwegs sind als normale Briefe und ich zudem für die postinternen Laufzeiten gar nix kann, hey, wen interessiert's!

Vielleicht sollte ich gleich 3,00€ nehmen, dann gäbe es wirklich einen Grund zum Meckern.
*motz*

Donnerstag, 10. Mai 2012

Pinst du schon oder bist du noch out?

Pinterest.
Jaha, der Trend ging bis vor wenigen Tagen auch komplett an mir vorüber ... bis ich irgendwo von irgendwem darüber las.
Google gefragt, was das sein soll - "Pinterest stillt unsere unbändige Lust am Sehen. Es ist ein Kaleidoskop menschlicher Interessen und Leidenschaften und wirkt dabei manchmal wie ein Blick in die Hobbykeller, manchmal wie einer in die Köpfe der jeweiligen Kuratoren.", stellt zeit.de fest und "[...] Wer leichtfertig alles an seine Pinnwand heftet, wird unter Umständen zur Kasse gebeten.", sagt Andreas Winterer (Hyperland-Blogger).

Ich gebe es zu, ich bin auch ein Gucker und es gibt im www. fast nichts Schöneres, als sich durch Bilder zu klicken. Wie ein Blick in ein fremdes Leben oder in ein Schaufenster voller erregender Waren.
Angefangen bei niedlichen Cupcakes, die perfekt gephotoshopt wurden über herzallerliebste Hundewelpen bis hin zu Fotos von Ohrenschmalz, the sky is the limit.

Aber die Sache mit dem Urheberrecht ist dennoch nicht von der Hand zu weisen, hübsche Bildchen hin oder her.
Deswegen habe ich mich entschlossen -trotz erfolgter Registrierung mittels Facebook-Account, den ich nur für diesen Zweck erstellen musste- mich dort anders zu bewegen als es von Pinterest gedacht war; ich werde meine Fotos posten. 
Nur meine.
Klingt nicht dröge, sondern fair.
Und es wird eine Art Sammelalbum werden, denke ich und da ich weder Flickr noch Tumblr nutze, passt das.

Komischerweise schreibt Pinterest in seiner Begrüßungsmail folgendes-
"Be Authentic. Pinterest is an expression of who you are."

Macht mich das "Schönfinden" von fremden Fotos authentisch und zeigt, wer ich wirklich bin?
Wäre es nicht besser, man würde seine eigenen Bilder posten, seine eigenen Ideen zu Papier bringen, usw., um "echt" zu sein?
Seltsam.


P.S.: Hmm, ich weiß noch nicht wirklich wirklich, ob ich den Dienst nutze - ich kann z.B. Fotos aus meiner Dropbox nicht pinnen. Wat'n Scheid.
...

Mittwoch, 9. Mai 2012

"A nice juicy sister.."

Es gibt bekanntermaßen eine ganze Reihe von Worten für einen dicken Menschen.
Sie reichen von "mollig", "Vollweib", um zwei wohlwollende zu nennen bis hin zu "vollschlank" (doofes Wort, finde ich) oder "fette Sau", das manche nur in größter geistiger Not einsetzen, weil sie entweder keine Argumente mehr haben oder nie hatten, aber damit erzähle ich nichts Neues, ich weiß.

Es ist etliche Monate her, als ich in der Reportage "Big Beauties" auf arte, die leider nicht in der Mediathek zu finden ist, eine neue Wortkombination mitbekam-
"nice juicy sister"

Klingt nach vollreifer Maracuja. Oder Nektarine. Prall, voller Lebendigkeit, lecker.

Gefällt mir. 


AMICA, die Eingestellte..

Über einen gerade gesehenen Bericht, der sich u.a. mit Petra Joy (Regisseurin) und Luna, einer Autorin für erotische Kurzgeschichten befasste, kam ich zu "Alley Cat" und dann gedanklich zu "Amica"..

Es muss Ende der 90er Jahre des vergangenen Jahrtausends gewesen sein.
Damals absolvierte ich einen Kurs auf dem Zweiten Bildungsweg und war morgens schon recht früh in der Stadt und um Wartezeit zu überbrücken, kaufte ich einmal im Monat (ich glaube, es war immer donnerstags) für 5DM die "Amica".
Und ich liebte sie!

"Amica" war eine Freundin wie sie im Buche steht - viele gute innere Werte, keinerlei "So nimmst du in 4 Tagen 10kg ab!"-Tipps, nicht erschlagend viele Modestrecken, keine Ratschläge, wie frau zu sein hat und/oder zur "perfekten" Frau mutiert. So wie die Leserin ist, ist sie wunderbar und so erinnere ich die Ausgaben aus den Anfängen der Frauenzeitschrift.

Dazu kamen pointierte Reportagen, ernste Berichterstattungen und die letzte Seite, das "redaktionseigene Liebespaar" Meike Winnemuth und Peter Praschl schrieb gar großartig über die Komplexität des Zusammenlebens.
Ach, und die Single-Beilage als Extraheft war auch oft sehr amüsant, wenngleich ich nie mitmachte oder einem Single meine Aufwartung machte.

Ich hatte dutzende Ausgaben unter meinem Bett; irgendwie konnte ich sie nicht wegwerfen.
Zudem waren 5DM für ein Magazin auch richtiges Geld, fand ich, das sollte man nicht nach einmaligem Lesen wegwerfen.

Im Jahr 2005 wurde der Verlag, der "Amica" herausgab, aufgekauft und alles wurde anders.
Zuerst kaufte ich noch einige Ausgaben, aber sie, die Freundin, wechselte immer mehr ihr Gesicht - endlose Modestrecken, "So kannst du abnehmen! Hier steht es! Also, sieh' zu!"-Tipps, allerlei Schnick als auch Schnack. Es ähnelte immer mehr einer Landpomeranze, die gern ELLE oder Vogue wäre, aber knapp daneben ist dennoch vorbei.
Mittlerweile wurde "Amica" komplett eingestellt.


Einer anderen Bloggerin, die ich eben bei meiner Recherche fand, erging es scheinbar ähnlich. Hier ihre Sicht der Dinge.

Samstag, 5. Mai 2012

Mittlebenskrise des XY-Chromosoms

Dank der Wärme und Schwüle der letzten Tage, hatte ich keinerlei Interesse an Heiß- oder Warmgetränken. Hatte keinerlei Jieper drauf, ebenso wenig benötige ich Kaffee zum Wachwerden resp. am Morgen, denn auf leeren Magen finde ich Kaffee in jeglicher Form furchtbar.

Aber das wollte ich eigentlich gar nicht erzählen.

Ich wollte über Männer sprechen.

Über Männer, die von ihrer Jetzigen zu einer Zukünftigen springen. Und vielleicht sogar wieder zurück. Es gibt sie gewiss öfter als man denkt, die "Mittlebenskriselnden".
Ich kenne sie aus der Vergangenheit nur in männlicher Form und deswegen kann ich auch nur darüber berichten.

Sie sind im Schnitt deutlich über 40 Jahre alt, manchmal auch drunter. Ja, auch mit Mitte 30 soll es schon Männer gepackt haben.
Dann kaufen sie Sportwagen, eine Harley oder betrügen ihre Frau/Freundin.
Irgendein Prozess setzt ein, irgendetwas beginnt zu ticken, so, als würden sie denken, "War das schon alles? Kann doch nicht sein. Wo ist der Kick? Immer der gleiche Trott, immer die Tretmühle".

Für Außenstehende sind die ersten Anzeichen nur selten sichtbar, aber er begibt sich im trauten Heim auf die Suche. Er sucht nicht etwa seine Socken, denn die hat sie ja immer in die oberste Schublade gelegt, sondern einen Ausweg aus der beginnenden Schraube der Lethargie, befürchtet er.

Und dieser Ausweg ist sehr häufig eine Frau. Natürlich nicht die eigene, denn sie kennt er, seit Jahren, seit Jahrzehnten. Ihren Duft, ihr Lachen, ihre Eigenarten, aber auch die Durststrecken in ihrem gemeinsamen Leben, die Routine, die nicht immer liebgewonnene.

Verlassen möchte er sie nicht, da er sie liebt. Denkt er. Und da sind ja auch noch die Kinder, die Raten für's Haus und das Gefühl der Sicherheit, der Vertrautheit, von dem er sich nicht freimachen kann und möchte.

Doch dann trifft er die Andere und oft beginnt es als Flirt. Wo das geschieht ist irrelevant. Es kann überall sein.

Da ist er, der Kick! Das Kribbeln, das Neue. Das Herz schlägt wieder schneller, wenn ihre Nummer auf dem Zweithandy aufblinkt oder ihre eMail-Adresse in seinem Account erscheint. Alles fängt bei 0 an.
Die andere Frau duftet anders, lacht anders und er begehrt sie ebenso wie sie ihn. Er sieht wieder Farben, wo es zuvor nur grau gab.
Nun gibt es zwei Frauen.
In vielen Fällen wissen beide irgendwann voneinander und das nicht, weil er es freiwillig erzählt, sondern weil es allzu viele Anzeichen für das Geschehen gibt.

Die Andere wird sich fragen, ob es das ist was sie will - einen liierten Mann, ein Versteckspiel, ein "Vielleicht nie der meine" oder ob es gerade das ist, was sie will.

Sie wird sich fragen, was ihm fehlt, was sie falsch gemacht hat, ob sich das Kämpfen lohnt oder sie ihn  komplett aufgeben muss. Seit wann er sie betrügt, was die Andere hat.

In vielen, sehr vielen Fällen wird die Andere nach einer gewissen Zeit verlassen. Wie eine Achterbahnfahrt, die beendet ist und als wäre der Kick ausreichend, um ihn danach wieder in das Gefühl der Sicherheit, der Vertrautheit zu entlassen.

Dass er die Andere wählt ist durchaus eine Option, die aber nur dann in Frage kommt, wenn ihn wirklich nichts mehr hält, wenn er sich "sattgeliebt". Die Achterbahnfahrt geht also weiter, verlangsamt sich aber auch hier irgendwann und führt in ein Gefühl der Vertrautheit, das vielleicht ewig Ruhe vermittelt oder aber nicht.

Wenn er jedoch nach der bewussten Wahl der Anderen und einer mit ihr durchlebten Zeit zu ihr, seiner Ehemaligen, zurückkehrt, ist das ein Beleg für die wahre, ewige Liebe, die alle Trennungen übersteht? Oder ist es nur Pragmatismus? Und ist es erstrebenswert, dass die Ehemalige ihn nach dem Geschehenen zurücknimmt?

Sollte er aber schwanken, mal zu ihr, mal zu der Anderen tendieren, ist das womöglich die schmerzhafteste Variante, die mindetens einer Frau Leiden zufügt und zudem wird eine Wahl, eine finale Entscheidung nur hinausgezögert.

[Aus dem Nähkästchen geplaudert / Inspiriert durch den aktuellen Fall eines öffentl. Mann mit Frau u. Geliebter]


Dienstag, 24. April 2012

Da wir gerade von Tampern sprechen..

Die moderne Frau besitzt mehrere dieser "Kaffeestampfer", wie man Tamper u.a. auch nennen kann.
Nicht jeder Tag der Woche wird mit einem anderen Tamper beglückt, aber eine gewisse Auswahl bringt Freude an die Siebträgerwerkbank.
Neben dem bereits erwähnten und einem weiteren, nutze ich einen dritten Drücker - einen weißen Concept-Art der Modellreihe "Pop". Der Griff ist aus pulverbeschichtetem Aluminium, das Unterteil aus Edelstahl. Der "Pop" liegt mir gut in der Hand, ich mag seine Optik und sein Gewicht. Zudem ist er weiß und ich mag weiße Einrichtungsgegenstände.


Die schwarze Gummieinlage am Unterteil ist der "Knockring" und er dient dem geräuschlosen, kratzfreien und seitlichen Schlag gegen den Siebträger, um überstehendes Kaffeemehl final ins Sieb zu befördern.
Ich tampe folgendermaßen - Tamper in das mit frischgemahlenem Kaffeemehl befüllte Sieb setzen, gerade(!) und leicht andrücken, anheben, "knocken" und nun kräftig andrücken. Dabei weilt der Tamper in meiner Handinnenfläche, aber ich umfasse ihn nicht komplett.

Manche "polieren" das Mehl noch, was ein semi-druckvolles Drehen des Tampers auf dem bereits fertig angedrückten Mehl meint.
Ich mach's nicht, da ich darin keinen Geschmacksgewinn erkennen kann.
Aber all das ist reine Glaubenssache..

Ensemble mit Cappuccino

Montag, 23. April 2012

Crema Porn


[..ich bin gespannt, wen Google dank des Posttitels hier anspült. :S]
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