Sonntag, 1. Januar 2017

Eiskönigin im Training

Egal, welchen Mann man in sein Herz lässt, es gibt eine Sache, die ich immer wieder aufs Neue durchmachen muss - "Sei für ihn einfach mal nicht erreichbar."

Das mag sich wie ein fieses Spiel anhören, aber es ist der einzige Weg, um nicht wie ein austauschbares Spielzeug zu enden.
Ja, ich gestehe, es fällt mir selbst schwer.

Folgendes Beispiel:
Ihr seht euch nicht häufig, weil viel Arbeit zu erledigen ist oder euch etliche Kilometer trennen. Wenn deswegen auch noch der ein oder andere Tag Funkstille dazu kommt, dann ist man doch um jedes Anschreiben, jede Mail oder jeden Anruf dankbar und meldet sich umgehend zurück, oder?
Ätsch!
Falsch.

Wenn er um 15:05 Uhr per WhatsApp schreibt, dann antworte nicht um 15:06 Uhr.
"Warum?", höre ich dich fragen.

"Hallo, ich habe nur auf dich gewartet, bin allzeit verfügbar und werfe mich dir zu Füßen wie ein Reh bei der Jagd. Siehst du, du musst mich nicht mal mehr erlegen - ich bin bereits fällig" - das signalisiert man als Frau.

Zeig ihm lieber, dass du mal keine Zeit hast, dein eigenes Leben führst, deinen Hobbies nachgehst oder gerade die Welt rettest oder tu zumindest so.
Ich habe es auch nicht wahrhaben wollen, aber es funktioniert.
Besonders gut merke ich es, wenn er z.B. per Messenger/SMS schrieb und ich nicht sofort antworte.

Männer ticken anders, denke ich.
Frau kann liebevoll, zugewandt, sexy, klug und humorvoll sein - springt sie jedoch immer und sofort, wenn er (an)ruft, wird sie schnell langweilig.
Ich bin keine Eiskönigin, die nieMANNd an sich heranlässt, aber ein wenig Abstand schadet nicht.


Samstag, 31. Dezember 2016

Von der unfassbar schönen Traurigkeit

Ich habe mein Blog immer als Tagebuch gesehen, in das ich all die Dinge schreibe, die mich in irgendeiner Form berühren, beschäftigen, erfreuen oder belasten.
Damit möchte ich jetzt fortfahren..

Ich habe eine "Sache". Es ist keine Beziehung, vielmehr ist es "grenzenlose Zuneigung, Vertrauen" (O-Ton M.) und eine besondere Form der Anziehung.

Es begann im Sommer 2015.
Ich hatte furchtbar Schiss vor dem ersten Date, weil er mir gefiel - optisch, ja, aber auch seine Art zog mich an.
M. ist nicht einfach; er wirkt dominant, selbstsicher, aber auch unnahbar. Eine gefährliche Mischung. Jedoch ahnte ich schon früh, dass da noch ganz andere Facetten in ihm stecken.

Das Verhältnis existiert seit diesem Sommertag.
Der Kontakt brach temporär mal ab, wurde dann wieder reaktiviert und auch als ich herausfand, dass er liiert ist und ich deswegen alle Brücken abbrach, fingen wir uns gegenseitig immer wieder ein.
Zu seiner Beziehung möchte ich gar nicht viel sagen, aber er empfindet seine Freundin nicht auf Augehöhe und außer Kuscheln passiert nichts mehr im Bett. Besonders dieser Augenhöhe-Umstand wäre für mich ein K.o.-Kriterium für eine Beziehung, aber das ist scheinbar nur meine Meinung.
Sie ist fast 20 Jahre jünger als er, Studentin und rein optisch das komplette Gegenteil von mir, d.h., sie ist sehr, sehr, sehr zierlich.
Aber er konnte sich zum 1.Mal in seinem Leben Kinder mit einer Frau vorstellen, als sie vor gut 3 Jahren zusammen kamen, sagte er mal. Dennoch ist sie (sexuell) nicht das, was er möchte, will und braucht und sie kann ihm das Ersehnte nie geben.
Ich bin diejenige, die er (sexuell) will.

Zu Beginn war er verschlossen. SEHR verschlossen. Im Grunde wusste ich seinen Namen und das war es auch fast.
Mittlerweile pflegen wir einen entspannt-freundschaftlichen Umgang mit erotischer Note, der auch Berichte aus seinem Berufs- als auch Privatleben zulässt.
Ich dränge ihn nicht, lasse die Leine lang und schaue, was passiert. Jegliche Form von Forderung o. Druck wäre fehl am Platz, so mein Bauchgefühl.
Unsere "Sache"  (Link zu Wikipedia / Spießige oder sanfte Gemüter klicken bitte nicht! 😋😀 )  ist nicht so, wie man denkt.
Unser Tun macht etwas mit der Seele, ist in einem Menschen verankert und nicht "wegduschbar" und es geht tiefer als Sex. Erst seit ihm weiß ich, dass mich das beflügelt und ich es genau so möchte.
Ich muss mir eingestehen, dass ich bis jetzt noch nie einen Mann derart intensiv begehrt habe. Noch nie hat mich jemand so erreicht.

Wir sehen uns selten und wenn, dann nur kurz. Das liegt aber auch an meiner momentanen Wohnsituation, ansonsten gäbe es mehr und längere Treffen. Zu ihm können wir nicht ... nein, das stimmt so nicht - er bot es einst an, aber ich lehnte ab, weil ich nicht in die Wohnung der beiden möchte und dort dann z.B. Fotos von ihr oder ihre Kleidung an der Garderobe, ihre Dinge im Bad, etc. sehe.

Ich bin eine Geliebte.
Nach wie vor habe ich mein eigenes Leben, treffe auch andere Männer, aber dennoch schwingt er in meinem Kopf.
Ja, ich bin nichtsdestotrotz auf ganz eigene, tiefe, traurige Weise verliebt. Oder ist es nur Sehnsucht nach den Dingen, die uns verbindet, die mich quält?
Ich weiß nicht, was noch passiert und wo es hinführt. Freunde, denen ich davon erzählte, entgegnen fast immer einstimmig "Was will er mit ihr?! (...) Die trennen sich auf kurz oder lang."
Wahrscheinlich kam sie zu seinem Zeitpunkt in sein Leben, als er genau so einen Menschen gebraucht hat - jung, lebendig, sprühend, ... aber auch formbar.
Er wüsste nicht, ob er überhaupt jemandem Liebe geben könnte - ein Satz, der von Männer Lippen immer ein wenig nach "Mach dir keine Hoffnungen, ich bin eh ein unlösbarer Fall und komischer Kauz" klingt.

Das ist nur ein Ausschnitt und nicht mal die halbe Geschichte.
Es geht also weiter...

Impression Sommer 2015

Mittwoch, 9. November 2016

Stell dir vor,...

...du wirst am Morgen wach und Donald Trump ist Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.
Hätte man mir vor 2 Monaten, 2 Wochen oder 2 Tagen gesagt, dass jemand wie Trump -eine Karikatur, ein "Pretender", ein Mensch mit derart vielen kruden Thesen- wahrhaftig Präsident eines Landes wird, dann hätte ich den Wählern zu ihrem irrwitzigen Humor gratuliert.


Der Gedanke, dass das nun wahr wurde, war und ist immer noch derart surreal, dass es mich schüttelt.
Bin geschockt.


Donnerstag, 5. Mai 2016

Meine Welt stand still, aber nun dreht sie sich..


3 Jahre und 2 Monate und 2 Tage ist es her, dass ich verlor, was ich liebte.
Ich löste auf, zog fort, orientierte mich um, lernte und lerne neu und dann kam mir vor wenigen Wochen mein kleines Blog erneut in den Sinn.
Zuerst wollte ich es nie wieder öffnen - zu viel von ihm ist hier drin, zwischen den Zeilen.
Wollte es löschen oder ein neues Blog beginnen..

..aber das wäre falsch.
All das gehört zu meinem Leben und ich werde es fortführen.
Jetzt als Single-Mädchen.
Noch nicht wirklich angekommen.
Auf Neuwohnungssuche.
Katzenlos. (Haben weibl. Singles nicht immer eine Katze?!)
Und ich freue mich auf kommende Abenteuer. :)

Sonntag, 24. März 2013

DnK!


Mein Gott, was war das nur.
Den einen lernte ich in einer Singlebörse kennen; er kam Tage später mit seinem Hund vorbei, weil man selbigen nicht allein lassen könne, so sagte er.
Er hätte schon eine andere Frau im Internet kennengelernt, meinte er, und sie wäre nicht glücklich, dass er jetzt bei mir sei.
Ich fand ihn uninteressant und nichtssagend und sein Spruch, ob man beim Sex "a tergo" von den auf dem angrenzenden Fussballplatz herumbolzenden Kickern gesehen würden, tat sein Übriges.
Nie wieder gesehen. Gott sei Dank.
Oder all die Wichtigtuer und Beischlafbettler, die alles tun und alles erzählen, um bei einer Busenträgerin zu landen, ich war sie so satt.

Dann sah ich dein Foto. Keck grinsend. Irgendwo im www. .
Ich schrieb dich an und bedauerte, dass ich anscheinend im falschen Bundesland sei - du warst in Baden-Württemberg, ich in NRW.
Wir kamen ins Gespräch, schrieben viel. Du nanntest mich irgendwann "Tine" - es las sich gut, nicht falsch.

Waren es 2, 3 oder 4 Wochen, dass wir uns zum 1.Mal sahen? Ich weiß es nicht mehr, aber ich weiß, dass es der 17. März 2007 war.
Du hast geklingelt, ich ließ dich ins Haus. Meine Wohnung war aufgeräumt, nur ich war noch nicht fertig. Als ich schließlich die Wohnungstür öffnete, sah ich einen großen Mann mit wachen Augen und einer warmen Ausstrahlung. Ich hatte Bier besorgt, das gute Düsseldorfer Alt-Bier. Wir fuhren damit zum Rheinturm und unten vor der Haustür sagte ich, "..drück' mich doch mal!".
Ja, es war eine Aufforderung, ich mochte dich.
Auf dem Weg zu deinem Auto meintest du, "Endlich mal wieder eine große Frau an der Seite..". Ich fühlte mich gut.

Du hast die Nacht bei mir verbracht. Keusch. Es war wunderschön.
Am nächsten Tag sagtest du, dass du schon fast "die drei Worte" sagen könntest. Ich war baff und fand es sehr rasant, daher entgegnete ich "Die drei Worte? Draußen nur Kännchen?!". Wir lachten und seit diesem Tag waren das unsere drei Worte.

Bis zu deinem Tod war das unser Schatz.

Jetzt bist du fort.
Seit 21 Tagen.
Das Bett auf deiner Seite ist und bleibt leer.
Deine Kleidung hängt wie immer im Schrank.
Und die Bolognese, die du gekocht hast, steht seit Januar im Kühlschrank. Ich kann sie nicht wegwerfen.
Keine Stimme mehr, keine Schulter, an die ich mich nach dem Aufstehen immer gelehnt habe. Dein Geruch verschwindet immer mehr aus der Wohnung.

Ich war da, als du gingst.
An deiner Seite, als du diese letzten Atemzüge machtest, von denen man immer spricht und das Leben danach aus deinem Körper floss.
Du sahst aus wie du immer aussiehst, deine Wangen, deine Haut. Aber dein Brustkorb hob sich danach nie wieder.
Ich fühlte deinen Puls, spürte aber nur meinen. Dein Herz verstummte. Für immer.

Du hattest nur vor einer Sache Angst - vor der "Wir können nichts mehr für Sie tun"-Aussage.
Aber du bist ihr entkommen, du musstest sie nicht mehr hören.
Jetzt bist du fort.

Ich danke dir, dass ich da sein konnte. Dass du wenige Tage zuvor das Gefühl hattest, dass dir nicht mehr viel Zeit bleibt und dass ich schon am nächsten Tag wieder in den Zug stieg und zu dir fuhr.
Ich danke dir, dass du so tapfer warst.
Ich danke dir, dass du meintest, dass wir noch viele Nächte nebeneinander einschlafen werden - es hörte sich so vertraut an, so liebevoll, aber wir hatten dennoch keine Chance.
Ich danke dir, dass du mehr als 3 Jahre nach dem 23.12.2009 hier warst, dass du nicht so schnell gehen musstest.
Ich danke dir, dass du es mit mir ausgehalten hast, dass du mich geliebt hast.
Ich danke dir für das Gefühl, dass ich angekommen bin.

Und ich hasse den Gedanken, dass ich nicht mit dir alt werden kann und dass unser Kapitel jetzt schon ein Ende fand.

Du fehlst.
"Ja, daran zweifelte ich nie", würdest du darauf antworten.
Und du bist immer noch hier.
Vielleicht stimmt es, dass du nun auf mich aufpasst?
Bitte sei da.
Sei einfach da.

DnK!

Samstag, 17. November 2012

L'Instagrandma, c'est moi!

Heute war ich tatsächlich kurz versucht ein Foto im Supermarkt zu schießen.
Der moderne Blogger an sich macht das gewiss öfter, das Ablichten von Dingen und Umständen des tägl. Daseins, schnell geknipst und ab damit zu Twitter, Instagam & Co..
Obwohl ich Instagram nutze (semi-modern), bin ich kein Spontanknipser (oldfashioned).
Es geht mir irgendwie nicht so leicht von der Hand, dass ich die Welt mit dem Kleinzeug des Lebens erfreue.
Und ich rede von Kleinzeug, denn nichts anderes ist der neue Frischkäse mit "Kebab"-Geschmack.

Ja. Wat 'ne Bombe. Sogar als "Creation des Jahres".
Ich war beeindruckt.
Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich einst "Flammkuchen"-Geschmack gekauft, gemümmelt und für "okay" befunden habe, weil ich da eine sinnige Brücke bauen konnte - Flammkuchen ~ Schmand ~ Frischkäse. ;)

Ein Regal höher stand das Pendant eines anderen Herstellers mit "Erdbeer"-Geschmack.
Fehlt im Grunde nur noch "Leberwurst-Nougat" oder "Pizza Toffifee".

Als ich diesen Erguss herstellerischer Fantasie sah, wollte ich ihn für Instagram festhalten, aber ich hielt kurz inne ... "Interessiert das jemanden? Muss das sein?"

STIMMT, so darf man in der Zeit von Twitter&Konsorten nicht denken. Alles muss raus!
Oma, wie sie ihre Dritten ausbaut und danach zahnlos in die Kamera lacht? Her damit.
Onkel Heinz beim freien Fall von der Leiter und wie er selbigen mit dem linken Schneidezahn abbremst? Gekauft.
Ich, wie ich den Starfucks-Becher mit dem maßlos überteuerten Braunwasser in der Hand halte? STRIKE!

Ich gucke ja auch gern. So isses nicht. Und ich bin auch kein oller Meckerkopp. Wirklich nicht.
Es ist der virtuelle Blick durch das erleuchtete Fenster in einer dunklen Straße, das da so heimlig einen kurzen Einblick in ein fremdes Leben gewährt.
Aber ich muss ja dennoch nicht alles zeigen oder sehen (wollen), finde ich.
Deswegen blieb Freund Kebab ungeknipst im Kühlregal.. :)


Mittwoch, 14. November 2012

Über Pakete, lange Finger und menschliche Empathie

Heute keine Post für mich.
Also keine Sorge, ich nerve euch nun nicht mit Unmengen an Paketen, die mir "zur Ansicht" von netten Unternehmen zugesandt wurden. (Als ob ich die je bekommen würde.. :P)

Vielmehr fiel mir gerade eine alte Geschichte wieder ein, als ich eben zum Briefkasten ging und mein Blick auf einen draußen VOR der Tür abgelegten Pappumschlag fiel, den der Postbote dem Anschein nicht in den Briefkasten bekam.

Die "schlechtere Hälfte" schickte vor wenigen Jahren einen ganzen Schwung Dias zu einem Digitalisierungs-Service. Es waren uralte Dias, gemacht von seinem Vater, die selbiger nun gern in digitaler Form auf seinem PC besitzen wollte.
Eine Menge Erinnerungen hingen an den Aufnahmen - es waren mehrere hundert, um mal eine Anzahl zu nennen.

Die Dias wurden verschickt, bearbeitet und kamen einige Zeit später zurück. Eigentlich.
Nur leider war die "schlechtere Ihrwisstschonwer" über ein paar Tage verreist - er war bei mir, da wir damals noch nicht zusammen wohnten.
Der Karton wurde, wie wir später vom Paketfahrer erfuhren, schlichtweg im Hausflur abgestellt und dann anscheinend von irgendwem entwendet. Dass die Unterschrift auf der Empfangsbescheinigung dafür ebenfalls gefälscht wurde, das ist nur ein Nebenschauplatz.

Das Paket stand dort und irgendwann war es weg.

Was mich an der Geschichte am meisten bestürzt ist die Tatsache, dass derjenige, der beim Öffnen des Kartons den Inhalt sah, nicht einfach den Arsch in der Hose hatte und den Karton in einem unbeaufsichtigten Moment zurückgestellt hat. Hier wuseln eine Menge Leute im Haus rum, Besucher, Anwohner, Kunden von zwei hier ansässigen Firmen; ich denke, da kommt keiner nur einmal ins Haus und die Option des Zurückstellens wäre gegeben.
Der Inhalt war komplett nutzlos für ihn, aber für einen anderen umso wertvoller.
Bei z.B. einer amazon-Bestellung würde man sich ärgern, aber dann neue Ware bestellen. Doch diese Dias sind nicht nachbestellbar und das Gefühl, dass irgendjemand nach Durchsicht den Karton in den Müll warf und scheinbar nicht eine Minute daran dachte, dass das, was er wegwerfen wird für andere unwiederbringliche Dinge sind, das ist hart und lässt mich auch an menschlicher Empathie und dem schlichten Mitdenken zweifeln. Dass man keine fremden Kartons mitnimmt, davon mal ganz ab..

Aber das ist kein Anti-Post gegen sämtliche Postzusteller jeglicher Couleur. Ich freue mich immer, wenn ich positive Post bekomme und wenn ich bedenke, welche Wege Briefe und Pakete zurücklegen, welche Logistik dahinter steckt, dann ist das schon beeindruckend (wenn man bedenkt, wie schnell eine Zustellung z.B. bei DHL geschehen kann).
Es ist ein harter Job, viel Zeitdruck und wenig Geld, aber nichtsdestotrotz war diese "Paketabgabe" keine saubere Nummer.

P.S.: Die digitalisierten Aufnahmen waren Gott sei Dank beim Service im System vorhanden und konnten zugestellt werden. Aber die Originale sind halt weg, wenngleich es immer noch die jpg-Dateien gibt.


Dienstag, 16. Oktober 2012

MYK wie Mykonos..

Jedes Mal, wenn ich ein Auto mit dem Kfz-Zeichen MYK sehe, denke ich an die griechische Insel. Und natürlich kommt der Wagen nicht aus Mykonos und sicher war der Fahrer noch nicht mal dort, aber so eine Region in Rheinland-Pfalz ist bestimmt auch ganz nett.

Und jedes Mal, wenn ich das markerschütternde Kläffen des Nachbarhundes höre, möchte ich selbigen an einen Gyrosspieß tackern. Für meine Freunde. Für meine guten Freunde.

Ich mag Hunde - groß, klein, kurz- oder langbeinig, schwarz, weiß, dicklich oder windhundisch. Aber die bekloppten, die mag ich nicht. Und Nachbars Fiffi (erinnert an einen Malteser, nur in s/w und nicht so langhaarig) ist so einer, wie ich vorhin wieder feststellen durfte und dabei kann er im Grunde nichts dafür.

Wir wollen zum Auto und betreten die Tiefgarage unseres Wohnhauses.
Kaum durch die Sicherheitstür, höre ich Menschenstimmen von einem etwas entfernten Stellplatz - Nachbars laden ihr Auto leer.
Und nur Sekundenbruchteile später fetzt Fiffi um die Ecke, kläfft in einer ohrenbetäubenden (!!!) Lautstärke und hetzt an unsere Beine. Dass er nicht zubiss wundert mich im Nachhinein.
Die "schlechtere Hälfte" konnte ihn mit unserer leeren Einkaufstüte in die Flucht schlagen, dennoch schien Fiffi eher wenig beeindruckt, aber er verschwand.
Als wir im Auto sitzen, kommt Frau Nachbarin mit Fiffi auf dem Arm und gefolgt von Herrn Nachbarn zur Sicherheitstür und alle drei verlassen die Garage.

Was lernen wir?
Der Hund pöbelt halb- und extrem lautstark Menschen an. Angst? Nö, warum auch? Er ist der Boss. Meint er. Außerdem muss er Frauchen beschützen. Denkt er.
Traurigerweise erntet er für sein Verhalten nicht etwa eine passende Erziehung, nein, er darf bei Frauchen auf den Arm. d.h. er bekommt eine Belohnung.
Wenn mein Name Martin Rütter wäre, dann könnte ich mich zu einem Kommentar hinreißen lassen, aber .... ja, ich bin es nicht und außer einem "Was mischen Sie sich eigentlich ein? Haben SIE einen Hund?  etc." wird da gewiss nicht viel kommen - Menschen mögen es nicht, wenn man sich berechtigterweise in z.B. ihre Erziehung einmischt, das offenbart das eigene Unvermögen.

Argh, die arme Töle wäre sicher ein töfter Hund, wenn man/frau ihn seiner Rasse entsprechend erzöge - wie einen Hund und nicht wie ein Kuscheltier.


Freitag, 5. Oktober 2012

Miss Adele und Mr. Bond..

Heute Nacht um 01:07Uhr CET (0:07Uhr in England) wurde der neue James-Bond-Song "Skyfall" (gesungen von Adele) veröffentlicht und bei iTunes zum Kauf bereitgestellt.

Dazu wurde eine Webseite online gestellt, die einen Countdown beinhaltete -



Als die Zahlen, wie oben zu sehen, verheißungsvoll auf 0 tickten, bot sich danach folgendes Bild -



It's not a bug, it's a feature?!
Aber nach einiger Zeit des Wartens, konnte man sich das Video dann doch in Deutschland bzw. über einen deutschen Internetanschluss ansehen.
Bond'isch ist er, der Song. Eine Reminiszenz an die gute, alte Zeit.

Wer mal reinschauen möchte, kann das u.a. HIER machen!



Dienstag, 2. Oktober 2012

Do the shuffle!

..der iPod shuffle und ich waren lange Jahre keine Freude. Aber ich muss ein wenig ausholen, damit die Sache runder wird.

Ich war anno 2006 oder 2007 der irrigen Annahme, dass ich einen mp3-Player bräuchte. Unbedingt.
Weder jogge ich noch fahre ich stundenlang Rad/S-Bahn/Zug, somit war eine musikalische Ablenkung bei derartigen Umständen nicht von Nöten. Für das abendliche Hörbuch-Hören fand ich einen Player jedoch sehr interessant und ich fand ihn letztendlich auf ebay; einen 512MB großen (huihuihui) iPod. Einen shuffle der ersten Generation. (Für alle, die damals noch mit der Trommel um den Weihnachtsbaum getigert sind, habe ich ihn verlinkt.)

Warum ein iPod?
Ich fand ihn pur, intuitiv, schön und trotz meiner Skepsis der Marke Apple gegenüber, (Look&Feel der Produkte über manchen Zweifel erhaben, aber der goldene Käfig, den Apple seinen Kunden bereitet, ist so eine Sache für sich) konnte ich mich zum Kauf dieses Produkts hinreißen lassen. Zudem war der Preis okay, soweit ich mich erinnere.

Er kam bei mir an und funktionierte.
Doch nach einer gewissen Zeit wurde er von iTunes nicht mehr erkannt. Er tauchte zwar manchmal, jedoch nicht immer unter WindowsXP auf, aber das brachte wenig - auf den iPod übertragene Hörbücher waren nicht abspielbar, etc.. Alles ein großer Mist.
Ich versuchte vieles, z.B. Update der Firmware oder auch das Zurücksetzen des iPods, aber nichts half.
Irgendwann ging nichts mehr und nach etlichen Versuchen und Hilfesuche per Google, gab ich auf und der shuffle landete in der Schublade.
Im Grunde stand ich kurz davor ihn wegzuwerfen, denn was sollte man damit noch anfangen können?!

Er schlummerte bis vor wenigen Tagen in einem Karton im Keller.
Aus einer Laune heraus erinnerte ich mich an den shuffle, kramte ihn hervor und ab damit an das Netbook mit Windows7 und ...



Ja, da isser wieder und ich habe nicht den geringsten Schimmer, wieso.
iTunes erkennt ihn, er ist aufrufbar, der Akku (die Achillesferse, da man ihn nicht austauschen kann) lädt bzw. ist aufgeladen, kurzum, er funktioniert als wäre nie etwas gewesen.
Jetzt liegt er auf meinem Nachtisch und zum Einschlafen höre ich z.Zt. TKKG, weil ich in meiner Kindheit "Die drei ???" nie soooo doll fand; war eher was für Jungs, befand ich, sonst wären nun Oliver Rohrbeck & Co. in meinen Gehörgängen.

Was sagt mir all das?
Ist Gott ein Apple-Fan? Oder war es schlicht Kismet...?
Keine Ahnung.
Aber es funktioniert. :)


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