Samstag, 30. Juni 2012

Die Sache mit der Kritk in der Gastronomie

..ich sitze hier schon den ganzen Tag unter'm Sonnenschirm und denke, dass mein Hirn und ich zu viel UV-Strahlen erwischten. Deswegen machen ich mir anscheinend auch über so ein nichtiges Thema Gedanken.

Eigentlich kam ich drauf, weil ich Google nach "Deffis" fragte (matschiges Hirn sei Dank) - das Restaurant eines Moerser Unternehmers, der dank VOX zu einer enormen, hauptsächlich auf VOX-beschränkten TV-Präsenz kam. Man kann ihn und sein Geblubber finden, wie man möchte, aber was mir auffiel, war, dass manche Menschen, die bei ihm Gast waren, diesen Besuch kritisch beleuchteten.
Einschlägige Foren wie QYPE oder Restaurant-Kritik geben Aufschluss..

Nun, aber das soll nicht das Thema sein.


Es gibt 3 Typen von Kritkern, die mir in den Sinn kamen und die ich hier nur aus lauter Spass in den Backen einfügen möchte:

1) Der Überüberüberkritische.
Serviette hat einen Knick? Da liegt ein Staubkorn auf der Tischdecke?
Das sind Dinge, die den Überkritischen schon erzürnen.
Er ist nicht leicht ihn milde zu stimmen und er findet überall ein Haar in der Suppe.
Das Essen kann ihn kaum zufriedenstellen, egal, wie gut es ist - ein schwieriger Gast also.
Aber vielleicht sucht er auch aus purer Lust am Mäkeln nach Gründen, wer weiß..

2) Der Matschige.
Das Essen kommt an den Tisch - verkochtes, matschiges Gemüse, hartes, durchgebratenes Steak, versalzene Kartoffeln, gern auch mit Käse überbacken. Dem Matschigen schmeckt es.
Die Kellnerin benötigt 30 Minuten, um die Rechnung zu bringen? Ach, nicht schlimm.
Zudem ist die Bedienung auch noch unfreundlich und inkompetent? Macht nichts, man muss ja nicht zu Jedem freundlich sein.
Wie man sieht, ist der Matschige lukullisch als auch gastronomisch eher simpel gestrickt und besucht ggf. auch primär solche Lokalitäten.
Ein sehr einfacher Gast, der mit wenig zufriedenzustellen ist.

3) Der Wissende. *g*
Er weiß z.B., dass ein richtigs Schnitzel in der Pfanne gemacht wird. Und dass Bratkartoffeln keine frittierten, vorgeschnittenen und aus der TK-Packung stammenden Taler sind. Und Maggi resp. Fondor sind keine adäquaten Würzmittel!
Man kann ihm nur schwer ein X für ein U vormachen, weil er gern gut isst - "gut" meint nicht gehobene Sterne-Küche, sondern handwerklich gutes und wertiges Essen mit dementsprechenden Zutaten und Service.
Ein Gast, der zudem gewisse gastronomische Regeln kennt, z.B., dass man an einem leeren Glas am Tisch nicht wortlos vorbeigehen sollte oder ohne Aufforderung ein neues Besteck bringt, wenn der Gast das alte abgab.


~~~

Jeder hat sein persönliches Mittel, um Kritik zu äußern. Manche werden laut, andere sagen nichts, kommen aber auch nicht wieder. Aber sollte das Lokal aufgrund roter Zahlen und schweigender Gäste irgendwann schließen, ist ja auch keinem geholfen.
Und wieder andere sagen etwas, aber stoßen dabei allzu oft auf taube Ohren.
Das "nichts sagen" ist das Schlimmste, weil man somit suggeriert, das man zufrieden war - wenn man kritisiert, hat man es wenigestens versucht.
Auf der anderen Seite gibt es für mein Dafürhalten nur wenige Betriebe, die 1) Kritik annehmen und 2) daran arbeiten.

Einige Beispiele für Desinteresse:
- Der italienische Vorspeisensalat schwamm im Dressing, Es war kein Dressing mehr, sondern buchstäblich eine Suppe im Teller.
Der Kellner kommt, nimmt die Teller mit, man reklamiert und was kommt? Nichts.
Kein Wort. Nur ein irritiertes Grinsen.

- Rösti auf dem Teller; komplett fetttriefend. Bedienung meint, dass sie immer so aussehen würden.

- Eine Schnecke im Salat. Chefin kommt, schaut auf den Teller, nimmt Teller mit, bringt schneckenlosen (neuen? alten?) Teller, sagt aber kein Wort.

"Das machen wir immer so", "Sonst schmeckt es unseren Gästen", "Sie sind der/die Erste, der/die sich beschwert",...wer kennt solche Aussagen nicht?
Gutes Einwand-Management ist keine Zier, sondern sollte verstanden und beigebracht werden!
Das Totschlag-Argument schlechthin ist "Wir können es nicht Jedem recht machen".
Stimmt, dann kann man es auch am besten gleich lassen, seine Routine weiterfahren und unbegeisterte Kommentare ausblenden, sind ja eh nur Neider, Immermeckerer. Wozu auch hinhören? Und ich bin nicht "Jeder" - wer soll das eigentlich sein?


Ein einziges Mal habe ich es erlebt, dass nach erfolgter Kritik bei der Bedienung der Chef an den Tisch kam und fragte, was es für ein Problem gäbe.
Er hörte sich unsere Kritik an, entschuldigte sich und erklärte, woran es lag und dass er es abstellen würde.
Der Gast kann natürlich nur im Nachhinein überprüfen, ob es geändert wurde, aber der Gast wurde ernst genommen und darauf kommt es an!
Wir gehen sehr häufig essen, aber bis auf dieses Mal kam nie Feedback - man merkt etwas bei der Bedienung an, die das "weitergeben" wird, aber es passiert im Grunde danach nichts mehr. Hat es der Koch wirklich erfahren? In den meisten Fällen kommt nichts in der Küche oder gar beim Chef an, denke ich.

Und dann bleiben ggf. die Gäste aus und der Wirt fragt sich, warum keiner mehr kommt.
Geschmack ist relativ, ich gebe es zu.
Unterirdisches Essen und Service nicht und kommt mir nun nicht mit der "Studentische Hilfskraft"-Ausrede.. ;)

Freitag, 29. Juni 2012

"Egal was ich tue, sie lieben es"

So lautet der Titel einer just in diesem Moment im ZDF gezeigten Dokumentation.
Es geht um bekannte deutsche YouTuber, u.a. "HerrTutorial", der das "youtuben" allem Anschein nach beruflich macht, sich aber zu Verdienstmöglichkeiten nicht äußern möchte/darf.

Für alle, die gerade nicht gucken können, hier der Link zur ZDF-Mediathek.

Ich möchte gar nicht viel sagen, schaut es euch bei Zeit + Muße einfach mal an.
Viel Spaß dabei!


Mittwoch, 27. Juni 2012

Auch ein blindes Huhn..

..bekommt mal eine Titelseite.

Mein kleines, sonnengeküßtes Photo war vor einiger Zeit auf der Startseite der fotocommunity.
Ich knipse mir schon länger ein kleines Wolfsrudel zusammen und habe demzufolge auch einen Account bei der FC; bin kein Profi, aber mit Spaß und sehenden Augen bei der Sache.

Ich bekam eine eMail, die mich darüber unterrichtete, dass mein Photo als Titelbild der FC auserkoren wurde - an einem Sonntag von 8 bis 9 Uhr. Bombige Zeit, aber immerhin.

Ich denke ja, dass es der Reihe nach geht und irgendwann jeder Eumel mit einem Bild dran kommt, doch ich bin happy.
Hier das Bild-


Und hier die nette, kleine fotocommunity, falls jemand mal rüberlinsen möchte.

Samstag, 23. Juni 2012

So viel kann man gar nicht schmieren..

..ich nenne es "geheimes Fernsehberieselverhalten" und das kennt jede/r von uns.
Wenn man für sich und just keiner da ist, was läuft dann in der Glotze?
Nein, kein zdf.kultur oder arte, auch wenn u.a. "Roche & Böhmermann" meiner Meinung wirklich anders und sehenswert ist - man schaut Dinge, die man mit dem Partner/der Partnerin nicht schauen würde.
Nicht, weil man sich dessen schämt, was da über den Bildschirm flimmert, nein.
Vielmehr ist es herrlich entspannend und gehirnleerlaufend, wenn man einfach auf der Couch sitzen, sich berieseln lassen kann und dabei nicht reden muss. ;)

Bei mir ist es z.B. QVC Beauty, der neue Zweitverwertungskanal von QVC.
Und es ist einfach großartig, den Damen und Herren beim Eincremen, Peelen, Entknittern, Stylen, Lackieren, Frisieren, Betüddeln, Anmalen, Tonisieren, Befeuchten, Cleanen und Hübschmachen zuzuschauen.
So viel kann sich keine normale Frau ins Gesicht schmieren, wie man uns dort angedeihen lassen möchte, schießt es mir dann durch's Hirn.

Die Handrücken werden hemmungslos mit den reichhaltigsten Essenzen und Seren eingebuttert, dass sich der Kameramann darin spiegelt.
Hairstylisten (also known as Dauerwickler, Frisör oder Klatschbase) fuddeln den Modellen, den armen, bis zum Herzstillstand die Haare wuschig und in der nächsten Stunde tänzelt ein Kosmetik verkaufender Modeschöpfer ekstatisch durch die Kulissen, vollends ob seiner Lipglosse elektrisiert und das ist der Moment, als man sich zum ersten Mal einen Exorzisten herbeiwünscht.

Leider wird selten auf Inhaltsstoffe eingegangen - ja, auf die guten, verkaufsfördernden schon. Caviar, Trüffel, Meeresmineralien und Fruchtsäure verkaufen sich eben besser als Silikon oder Erdöl-Nebenerzeugnisse, was nicht heißen soll, dass besagte Produkte Silikon und/oder Erdöl-Nebenerzeugnisse enthalten.
Aber so lange es schön durchfeuchtet aussieht, die Fältchen auf dem "Vorher/Nachher"-Foto wie von Zauberhand verschwunden sind, ist ja alles in Butter.
Einzig bei saleswomen mit gebotoxter Stirn und unechten Schlauchbootlippen werde ich mehr als skeptisch, wenn mir diese Antifalten- oder sonstige Pflege verkaufen möchten - wären diese Cremes derart effektiv, dann wäre der Chirurg nicht nötig gewesen.
Genauso wenig erwerbe ich Haarpflege bei einer kaputtblondierten und mit heillos splissig-trockenen Spitzen gesegneten Fri,..nein, Hairstylistin, die mir erzählt, dass sie Produkt XY auch benutzen und ganz super finden würde. Aber das ist eine andere Geschichte..

Nichtsdestotrotz ist das Zuschauen t-o-t-a-l entspannend, finde ich, fast wie Yoga, nur nicht so anstrengend. Ich halte es jedoch nicht stundenlang aus, weder Yoga, noch berieselnde Einschmierer im TV.
Irgendwann ist es aber auch mal juut..




Dienstag, 19. Juni 2012

Unserm Bundes-Jogi sein Lieblingsgetränk

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Paula" (14/2012) findet man auf den Seiten 34 + 35 ein kurzes Porträt über Joachim "Jogi" Löw - "So liebt und lebt er privat".



Sein Haar sei echt, er rasiere sich täglich und seine Holde hieße Daniela. All das und mehr verrät "Paula".
Kann man interessant finden, muss man nicht.

Aber "Paula" ließ auch verlauten, dass er u.a. gern Rioja trinke und -jetzt kommt's -


Ex und press, ab in Kopp!?


Ich hoffe inständig, dass die Espressi von Herrn Löw besser hergestellt werden als die Berichte der "Paula"-Redaktion.


Montag, 11. Juni 2012

"Und dann schön mit Käse überbacken.."

..nein, das ist kein Motz-und-Mecker-Post, es ist nur meine Sicht der Dinge. Schließlich heißt das Blog so und ich bleibe dem Namen lediglich treu. :)
Aber ich muss nochmal auf lukullische Art und Weise nerven, auch wenn ich weiß, dass man über die Launen anderer Esser nicht herziehen sollte..

Käse ist eine leckere Sache. Auf Brot oder pur, alles wunderbar.
Wenn aber der lukullische Horizont Gerichte sind, die mit Käse oder anderen Erfindungen überbacken oder angerichtet sind, dann zuckt mein Augenlid.
- Schweinefleisch mit Ananas und Pfirsich obenauf, dann "Käse", ab in den Backofen
- Steaks unter einer Champignon-Lauch-Symbiose, diese mit Sauce überzogen und im Backofen mit "Käse" überbacken
- Medaillons mit Pfirsich in Sauce hollandaise und Kroketten

Allzu oft habe ich den Eindruck, dass Käse in dieser Form eine Art Deckmantel darstellt - unter all dem Zeug schmeckt man im Grunde die Qualität des Hauptakteurs (Fleisch) kaum noch. Alles verschmilzt zu einer Masse. Hier von "perfekt gebraten" zu sprechen erachte ich als Hohn, da ich unter z.T. mehreren Scheiben Käse, dessen Qualität auch oft zweifelhafter Natur ist, das angeblich perfekte Fleisch untergeht.
Ich weiß, dass z.B. ein Gratin mit Käse überbacken werden muss, sonst wäre es kein Gratin. Aber warum man ein Steak mit laschem und nicht mal in Teilen knusprig überbackenem "Käse" abwerten muss, das verstehe ich nicht.

Und warum sollte man auch hochwertiges Fleisch absichtlich mit Käse "versauen", wenn es doch für sich allein stehen kann/sollte? Aber "Toast Hawaii" zieht in manchen Lokalitäten ja auch immer noch, vielleicht ist es auch die gleiche Klientel, die solche Gerichte bestellt.
Witzigerweise sind die "Käse"-Gericht auch sehr oft recht günstig zu haben. Warum nur..?!

Die Dinge, die ich esse, sind auch nicht Haute cuisine mit Espuma und Molekularküchen-Optik, aber eine Käsekrone kommt mir nicht auf'n Teller.

"Aber wenn du Sterneküchen haben willst, dann ... "
Nö, will ich gar nicht. Aber eine gewisse Wertigkeit sollte ein Produkt haben und selbiges darf (für mich) nicht mit Käse gequält werden.

So, genug genervt.

[Bolognese / handmade]

Freitag, 8. Juni 2012

"Bei uns war mehr Klamotte.."

Bitte mal reinschauen!
[Keine Sorge, ist kein Virus]

Wir hatten damals mehr Klamotten am Leib.
Und wenn das der Bauernkalender ist, dann hätte ich gern ein paar Bauern gesehen, keine Bäuerinnen resp. Mägde.
Ich will schließlich ein paar stramme Waden sehen, wenn ich am Morgen "Elsa" melke.. 

Wie kommst du denn darauf?!
Die "schlechtere Hälfte" sandte gerade einen Link bezügl. der neuen Mäuse für den 2013er Kalender.

5€-Gutschein*

..dieser kleine * am Ende verheißt schon mal nichts Gutes.

Ein hier nicht näher zu benennendes Unternehmen schickte mir gerade eine eMail und entschuldigte sich, dass man aufgrund eines technischen Problems in letzter Zeit nicht bestellen konnte.
Als Wiedergutmachung gab es einen Gutschein in Höhe von 5€.
"Hui, wie nett!", dachte ich spontan und scrollte tiefer - "Ihr Gutschein wird ab einem Bestellwert von € 35,- automatisch von Ihrem Warenkorb abgezogen."

Aha.
Erst 35€ ausgeben müssen, dann Abzug.

Warum nicht 5€ verschenken, ohne MBW und damit die Kunden ködern, als sie in das MBW-Korsett zu zwängen?
Klar, eine kleine Anzahl bestellt dann gewiss für 5,95€, aber wenn einem der Kunde an sich so derart wichtig ist, dann sollte man auf diese Zwangssumme verzichten und im Normalfall wird es seitens der Kundschaft auch gedankt, d.h. mehr bestellt.
So wandert der Gutschein in den Müll, da ich just nix benötige, das einen Einkauf von ca. 35€ rechtfertigt.


Im Bordell hängen keine Spiegel [PüppiPost]

..es ist zwar recht spät, aber immer noch verdammt schwül-warm.
Ich schwitze ganz dezent in die Sofakissen, als ich gerade beim Zappen das Ende der "Germany sucht eigentlich kein Topmodel, das sind nur Pro7 und die Heidi, aber die machen das nicht aus Menschenliebe, sondern wegen der Penunsen"-Wiederholung sah - Beth Ditto stand zwischen Rebecca Mir und der Carpendale'schen Verlobten auf der von Lametta und Glitterkram überfluteten Bühne und hatte mehr Format als die gesamte Sendung, vermute ich.
Die Regie dachte sich dabei vielleicht, "Stellen wa die Dicke einfach zwischen die beiden Knochigen. Sieht lustig aus und die Nicht-so-Knochigen haben einen Grund zur Freude, dass sie nicht so aussehen wie die Ditto."  Nun denn ...
Man kann über ihre kurzen Kleider, das Make-up und die fleischigen Knie denken, was man möchte und ich wette, einige Mitmenschen denken nix Nettes, aber Beth Ditto wirkte keck, direkt und sich ihrer selbst bewusst.

Da wir gerade von Make-up sprechen -
ich war heute in meinem hohen Alter doch tatsächlich bei KIKO.
Also, in einem französischen KIKO, da ja bei uns Feiertag war.
Für alle Outsider + Männer: das ist ein Geschäft, in dem 9,5 von 10 Kunden weiblich sind. Die dortige Kundschaft wuselt hocherregt mit angemalten Handrücken umher und sagt Sätze wie "..findest du, der ist zu pink?", "Guck' mal, der creast bestimmt nicht!" oder "Der ist ja schön sheer!".
Wollte und musste mal sehen, was da so gebacken ist..

War ganz nett.
7€ ausgegeben und festgestellt, dass ich z.B. keinen blauen, gelben oder grünen Nagellack tragen werde.
Oder Highlighter (Speckschwarte), Gloss (klebt) oder knallbunten Eyeliner (Jesses Maria!).
Aber, und das meine ich ehrlich, ich finde es gut, dass sowohl Kosmetiktücher, Wattepads, Q-tips als auch diverse Entfernerprodukte bereitlagen, die man zum Handrückensäubern benutzen kann.

Draußen saßen und standen die Jungs resp. Partner, teils mit Tüten, Kindern und Hunden bestückt, und warteten auf die Herzdame, die sich gerade den schmierigen Lippenstift direkt auf die Lippen statt auf besagten Handrücken aufträgt, dem großformatigen Spiegel im Ladeninnern sei Dank.
Besagte Wand-Utensilien gibt es jedoch nicht in Badezimmern in Bordellen, wie ich heute in einer Reportage lernte. Faszinierend, oder?

Die Mitarbeiterinnen waren leider keine große Hilfe, was teilweise an der Sprachbarrier liegt, aber auch am immensen Almabtrieb im Laden. Aber zumindest konnten sie mir beim Bezahlen nach erfolgter PIN-Eingabe mitteilen, dass EC-Karten-Zahlung leider nicht machbar ist, denn nur Bares oder Kreditkarte ist Wahres (das sage ich jetzt).


Darauf ein Magnum!
Ähm, nein, morgen, ich geh' jetzt ins Bett.. ;)



Dienstag, 5. Juni 2012

"..noch 'nen Espresso auf's Haus?"

Ich bin spleenig.
Vor wenigen Tagen habe ich es wieder gemerkt.

Beim Essen in einem Restaurant beobachte ich fremde Leute und ihr Tisch- bzw. Gabel- und Messerverhalten.
"I see eating people.."-technisch.
Ob mit offenem oder geschlossenem Mund gekaut und wie die Gabel gehalten wird, ob füllerartig oder mistgabelig, ob der Mund zur Gabel oder die Gabel zum Mund geführt wird.
Ich bin kein Manieren-Nazi, aber nennen wir es Spleen.

Und ich esse nicht im Außenbereich eines Restaurants, höchstens mal Kaffee, Kuchen oder ein Eis.
"Warum?" - zu viele Flugobjekte diverser Art, evtl. Wind (Essen wird dadurch schneller kühl).

Außerdem achte ich auf Feinheiten wie z.B. die kleine Mineralwasserflasche, die am Tisch geöffnet wird oder bereits geöffnet an den Tisch kommt, ob das Bierglas mit dem Logo zum Gast hingestellt wird, ob abgeräumt wird während jemand am Tisch noch isst, etc. pp. .
Und es gibt fast nichts Schlimmeres als den "Espresso oder Schnaps auf's Haus", wenn man Kritik geübt hat - die paar Cents, die den Gastronom ein Espresso kostet, können über fetttriefende Rösti oder ein schwarzgebratenes Steak nicht hinwegtrösten. Da hilft nur ein neues Essen. Oder die S-Klasse des Gastronoms.
Was ein absolutes GehtNicht ist, sind Gastronom-Darsteller, die ihr Personal nicht aufgrund von Fachkenntnis und Umgangsformen einstellen, sondern weil sie total trendy People sind, die immer einen coolen Spruch auf den Lippen haben und irre gut drauf sind, die aber auf der anderen Seite nicht wissen, das z.B. die Gabel links und nicht rechts vom Teller gelegt wird.
Getränk vergessen? Seit 20 Minuten keine Speisekarte? Ach, was soll's, so lange dem Kellner die Sonne aus dem Arsch scheint, ist es doch egal..


Aber ich bin sonst wirklich nett, ... gehe ich fest von aus.

Wie immer und immer bin ich an Meinungen, Marotten & Fisimatenten der wertesten Leserschaft interessiert!


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