Dienstag, 3. April 2012

"It's not about the money, it's about the passion!" / Von Neulingen und Bankkonten


..eigentlich schon wieder outdated, da es eine andere Mühle gibt, aber wie hier bereits kurz angemerkt, arbeitet mittlerweile die Bezzera Ellisse in der Küche.
Ein solides und temperaturstabiles Gastrogerät mit u.a. einer enormen Tassenstellfläche.


Ich muss gestehen, dass man die Farbkombi mögen muss, aber "schwarz" und Konsorten kann/hat ja jeder! ;)
Alles tutti, sie macht, was sie soll, nämlich das hier-



Wie ich gerade draufkomme..
Jemand, der seinen Angaben gemäß nie an einer Siebträgermaschine arbeitete und Espresso bezog, plante den Einstieg in dieses Hobby mit dem Kauf einer Maschine und Mühle der Königsklasse. Gut und gerne 6000€ kostet sein angestrebtes Equipment.
Dazu kamen mir die nun folgenden Gedanken.

"It's not about the money, it's about the passion!" - es ist vollkommen irrelevant, ob ein vernünftiges Equipment 500 oder 5000€ kostet; Espresso beziehen kann man in beiden Preisklassen und vorallem muss man Bock auf das Prozedere und nicht nur auf das Ergebnis in der Tasse haben, denn der Weg ist das Ziel.

Steht man vor seiner Maschine und man merkt, dass es keine Freude macht, ist das ernüchternd. Gewiss sind schon viele Käufer einer Siebträgermaschine zurück zu z.B. Vollautomat oder Nespresso gegangen, weil sie merkten, dass ihnen dieses Handwerk keinen Spaß macht.
Denn nichts anderes ist es - die Herstellung eines Produkts (=Espresso) mit den eigenen Händen und mit dem dazugehörigen Knowhow, um es mal ein wenig pathetisch auszudrücken.
 
Das Arbeiten mit einer Siebträgermaschine ist anders - es benötigt Zeit, Muße, Leidensfähigkeit und Können, d.h. die einzelnen Schritte sollten, nein, sie müssen sitzen, da sonst der Espresso nicht oder nur "so einigermaßen" schmeckt.
Die ersten, aber auch die mittendrin-Schritte können frustrierend sein, wenn man den richtigen Mahlgrad nicht findet, der Espresso dann zwar "gut läuft", aber nicht schmeckt, die Milch nicht oder zu schaumig wird oderoderoder.
Aber es ist auf der anderen Seite kein Zauberwerk, man benötigt kein Diplom und auch nicht den IQ eines Atomphysikers, jedoch Leidenschaft, [Durchhaltevermögen, da Übung den Meister macht und seltenst sofort alles passt] und Interesse an der Sache an sich.

Ist all das vorhanden, wird's was.
Ist es nicht vorhanden oder/und man merkt, dass es eher nervt und man es nur widerwillig macht, dann ist es das falsche Hobby, denke ich.

Und wie furchtbar ernüchternd muss es sein, wenn man eine kostspielige Maschine kaufte, eine ebensolche Mühle dazu und ggf. noch der Annahme ist, dass der Espresso ja nun "perfekt" werden muss und dann plötzlich merkt,"..eigentlich nicht mein Ding."!?
Ist es dann nicht sinniger, man beschafft sich eine kostengünstige Ausstattung und findet heraus, ob diese Leidenschaft überhaupt Freude bereitet oder es eher Leiden schafft?

Auch ein Porsche ist ein großartiger Wagen, aber wenn jemand dem Autofahren nichts abgewinnen kann, es keinen Spaß macht, gar nervt, dann ist selbst ein Porsche rausgeschmissenes Geld.

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