Samstag, 11. Juni 2011

"Sollen wir's nach Hause bringen?"

Er wird immer gefragt, sagt er.
Ich stehe aus der Dusche kommend im Bademantel in der Tür, denke nach und sage, "Hmmmm...".
Die Damen in der Apotheke bieten die Option des Lieferservice für benötigte Medikamente (immer) von sich aus an, merkt er weiter an.
Ich werde nie gefragt, denke und sage ich, nachdem ich darüber sinniert habe.

Auch seine Zahnärztin, die auch meine ist, was sie aber nicht weiß.
Sie redet mit ihm, erklärt ihm, was sie gerade macht und manchmal stehen die beiden noch 5 Minuten nach der Behandlung am Tresen und plaudern, sagt er.
Ich mußte sie bis jetzt immer fragen, was sie vorhat und dann auch in Angriff nimmt, während sie in meinem Mundraum arbeitet und von Plauderei nach dem Blutbad kann ich auch nicht berichten.
Er ist dann ein wenig entrüstet und denkt sicher insgeheim, ich spinne oder bilde mir ihr Schweigen an.

Dabei bin ich gar nicht solch ein unkommunikativer Klotz, dachte ich.
Und wir spielen hier auch nicht "Der Schöne und das Biest".
Aber seltsam ist es schon... 

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